Jetzt wird das Verhalten der Medien im Vorfeld der Bundesratswahlen analysiert. Roger Blum schreibt in der NZZ, die Schweizer Journalisten schrieben nicht über «Policy» und nähmen ihre kritische Aufgabe nicht wahr, sie beschäftigten sich viel eher mit «Politics», dem von den Parteien vorgegebenen Diskurs und mit Personendarstellungen.
Ein Leserbriefschreiber in journalisten.ch stellt die Frage «Sind die Medien mitschuldig am Wahlergebnis?» und liefert als Antwort:
«Die Medien waren bei der Auswahl und der Proportionen der Texte zu wenig sorgfältig und haben das unerwünschte Wahlergebnis mitverschuldet.»
Ich meine, die SVP hat die Medien mit dem Stoff zu bedienen verstanden, der von den politischen Fragestellungen ablenkt. Journalisten, die ihre Arbeit nicht als «Analysten des Tages» (Ramonet) verstehen, verpassen es, diesen Stoff auf Löcher zu durchleuchten, sondern schneidern daraus ihre Kleider.









