Sechseläuten: Die Geschichte eines sozialen Aufstiegs

Hier kommt die Geschichte eines Zürchers aus einfachen Kreisen, der es in die vorderste Reihe auf der Sechseläutenwiese schaffte:

Für uns Jungs, die in Seebach am nördlichen Stadtrand aufgewachsen sind, war das Sechseläuten zwar ein Volksfest, doch immer etwas weit entfernt. Nicht nur machte der Milchbuck den Weg in die Stadt lange, auch war es bekannt, dass das Sechseläuten ein Anlass für die Reichen war.

Später, als ich auf dem zweiten Bildungsweg an eine höhere Schule kam, betätigte ich mich als journalistischer Mitarbeiter einer Zürcher Quartierzeitung. Mit Schreibblock, Fotokamera und Presseausweis erhielt ich am Sechseläuten Zutritt auf die grosse Wiese, wo der Böögg steht. Ich kämpfte mich durch die Zoifter in die vorderste Reihe. Dort, zwischen jubelnden Kindern und vorbeibrausenden Pferden, feierte ich meinen Aufstieg vom Prolo-Buben zum Immer-zu-vorderst-dabei-Journi.

Geschrieben am 19. Apr 2004. Kategorie: Leben. Tags: , , . 403 Mal angesehen.

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