OnlineJournalismus.de veröffentlichte die Ergebnisse einer Studie zum journalistischen Selbsverständnis von Weblogs, Foren und Portalen. Darin wird festgestellt, dass diese Online-Formen nicht unbedingt viel mit dem traditionellen Journalismus gemeinsam haben. Als neue Berichterstattungsmuster könne man sie jedoch als “Individualjournalismus” und “partizipatorischer Journalismus” bezeichnen. (Via Dienstraum)
Die Studie hat auch herausgefunden, dass von den befragten Bloggern fast zwei Fünftel (38%) im Journalismus tätig sind oder waren. Das trifft ja (bekanntlich) auch auf mich zu.
Wie steht es mit Journalismus in meinem Weblog?
Ich halte es so: Entsprechend dem News-Prinzip schreibe ich in der ersten Zeile das Wichtigste. Der Satz hat ein handelndes Subjekt und ein aktives Verb (Wer tut was?). Die Sachinformation geht vor. Das “Ich” und meine Meinung erscheinen im zweiten Absatz.
Die Auswahl der Beiträge folgt zum Teil den News-Kriterien. Ich schreibe häufig über Neues, über Dinge, die viele Menschen betreffen, und über Kurioses (”Mann beisst Hund”). Urteilt man nach Textsorten findet man bei mir (bisher) kein Interview, keine Reportage, keinen klassischen Bericht. Eher schreibe ich Meldungen, Feature-Stückchen, Kritiken und Servicetexte.
Als Blogger halte ich mich auch an die journalistische Berufsethik, wie sie in der Schweiz vom Presserat in den Erklärungen der Pflichten und Rechte der Journalisten festgeschrieben ist.
Siehe auch: Mein Journalismus-Kurs.
Geschrieben am 30. Apr 2004. Kategorie: Webloggen. Tags: blogging, journalismus. 273 Mal angesehen.