Die verzweifelte Ratlosigkeit, die die Folterbilder aus dem Irak ausgelöst haben, bringt der Artikel “Ein Kommunikations-Desaster” in der NZZ zum Ausdruck (via Medienspiegel).
Mit Erfolg vermochte das US-Militär Fernseh- und Pressefotografen während der Kriegstage auf Distanz zu halten oder sie durch «Einbettung» sanft zu kontrollieren. Nun droht ihm im Kampf um die Medienarena die grössere Gefahr von den eigenen Leuten, die offenbar zahlreich das Geschehen mit eigenen Kameras festgehalten haben. Auch in früheren Kriegen wurde von Soldaten gefilmt, doch angesichts tiefer Preise dürften viel mehr Geräte im Umlauf sein, was die Situation unüberblickbar macht.
US-Soldaten an der Front machen Fotos mit der Handy-Kamera. Einige Moblogs zeugen davon (via PlasticThinking). Langeweile, Übermut und die Kontakte mit den “locals” sind da abgebildet. Die Bilder von Folter und Exekution sind in den Köpfen.
In den Köpfen ist schon alle Grausamkeit, sind alle Fassetten von Gewalt und Zerstörung enthalten. Die Bilder sind schon erdacht, viele cineastisch umgesetzt. Die Bilder können nicht mehr erschrecken. Die Taten sind abscheulich.









