Google als Abstimmungsbarometer untauglich

Urs Gehrig macht vor, wie die Resultate der Suchmaschine Google als Barometer für die Volksabstimmungen vom 26.September genutz werden können. Ausgewertet werden die Anzahl Treffer für zwei befürwortende und zwei ablehnende Suchphrasen zur Mutterschaftsversicherung.

Aufgrund dieser vier Suchbegriffe würde die Mutterschaftsversicherung zum gegewärtigen Zeitpunkt mit einem Verhältnis von 784 zu 104 bzw. 79.27% Ja zu 20.73% Nein angenommen.

Damit in solchen «pseudowissenschaftlichen Methoden» nicht meine Site als Treffer für ein «Nein» gezählt würde, bemühte ich mich bei der Formulierung meines Beitrags zur SVP-Kampagne ohne Argumente vorausahnend, keine explizite Wendung zu verwenden.

Ein genauerer Blick in die Google-Resultate zeigt allerdings schnell, dass diese mehr als irreführend sind. Auf der ersten Resultateseite für die Suchabfrage “für die Mutterschaftsversicherung” findet sich beispielsweise eine SVP-Seite und die Nein-Parole eines Gewerbekomitees. Google kann zwar lesen, versteht aber nichts von Politik.

Nicht viel genauer werden wohl die Resultate sein, wenn Google für eine Prognose zu den US-Präsidentschaftswahlen herangezogen wird.

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