Ombudsmänner sind gute Seelen. Ab und zu ergreifen sie die Gelegenheit, in aller Vehemenz der Öffentlichkeit mitzuteilen, was nicht richtig ist. Mächtig ins Zeug legt sich der Ombudsmann der Schweizer Reisebranche, Nicolas Oetterli, in seiner heutigen Pressemitteilung:
Wenn die Preisverantwortlichen bei gewissen Airlines nur noch mit Unterbieten der Konkurrenz reagieren, ist dies erschreckender Ausdruck dramatisch fortschreitender Phantasielosigkeit.Billigsttarife wie sei derzeitig auf den Markt geworfen werden, sind nämlich überhaupt kein Muss, denn kein Konsument erwartet realistisch solche Preise. Logisch, dass er dazu nicht nein sagt – aber derselbe Konsument ist auch bereit, für ein anständiges Produkt einen ebensolchen Preis zu bezahlen – und davon würden letztlich alle profitieren.
Man glaubt zu merken, dass Nicolas Oetterli die Billigflugangebote kritisiert. Vor lauter Aufregung gelingt es dem Ombudsmann aber nicht, konkrete Kritikpunkte auf den Punkt zu bringen.
Immerhin machte die 17.45-Uhr-Tagesschau einen bebilderten Kurzbeitrag daraus. So bin ich auf die Meldung aufmerksam geworden. Denn eigentlich hat Oetterlis Anliegen doch Öffentlichkeit verdient.









