In meinem Beitrag E-Mail ist Textkommunikation
fehlt ein Teil. Nämlich, welches mein ursprünglicher Gedanke war, der mich zu den aufgeführten Aussagen zur E-Mail-Kommunikation führte.
Es ist ein bisschen wie mit HTML. Mit der Textformatierungssprache, die zur Strukturierung von Texten geschaffen wurde, ist in den wilden Tages des Internets viel Grausiges angestellt worden. Man hat seine Möglichkeiten bis aufs Letzte ausgereizt und auf eigene Faust erweitert. Bis mit der Webstandards-Bewegung langsam wieder Struktur in die Webseiten kam.
Das «Simple Mail Transfer Protokoll» (SMTP) zum Senden von E-Mail ist ebenfalls gestopft und geflickt worden und kann dem, was mit ihm angestellt wird, heute nicht mehr genügen. Erweiterung für Anhänge durch MIME-Types, HTML-Formatierung und «Incredimail»-Verwüstung strapazieren das einfach gestrickte Protokoll arg. Kommen die Sicherheitsprobleme dazu, weil Absenderadressen nicht geprüft werden können. Es ist aufschlussreich, wieder einmal via telnet eine E-Mail zu versenden, wie es zum Beispiel hier demonstriert wird.
Eine Bewegung für die E-Mail-Stadards gibt es noch kaum. Ein grundlegendes Dokument sind die Richtlinien zur elektronischen Briefpost
von Marc Wäckerlin. Sie gehen zurück auf vergessenes Wissen über den richtigen Gebrauch von E-Mail. Enthalten sind einige der Punkte, die auch ich aufführte. Dazu die Regeln für richtiges Zitieren und Weiterleiten. Und den Hinweis darauf, wie in einer Textnachricht Betonung angegeben wird:
- *Sternchen* für Fettschrift
- _Unterlinie_ für kursive oder unterstrichene Schrift
(Kleiner Test: Mozilla Thunderbird zeigt das so an, Apple Mail nicht, Google Mail auch nicht.)
Also: Das E-Mail braucht eine Bewegung. Es braucht Software, die auf Standards achtet. Und es braucht Überzeugungsarbeit, dass die Leute E-Mail wieder angemessen nutzen.









