Im «Magazin» vom letzten Samstag schreibt der Journalist Guido Mingels über 15 Jahre Internet. Er stellt Fragen zur Bedeutung auch von Weblogs und kommt zum Schluss, dass das Internet unser Leben höchstens ein bisschen verändert hat. (Artikel als PDF)
Peter Hogenkamp und Robert Stark haben dem Journalisten geschrieben und sind nun eingeladen worden, einen Leserbrief zu schreiben.
Damit auch andere ihre Meinung einbringen können, haben sie eine Wiki-Seite eingerichtet: http://nutzbar.jot.com.
Dort habe ich auch einen Kommentar hinterlassen:
Blogs sind damit zwar eine – willkommene – Ergänzung zu den traditionellen Massenmedien, aber sie können kein Ersatz für sie sein.Ein Satz wie dieser ist ja gar nicht so daneben. Ich kann ihm eigentlich zustimmen. Allerdings verneint er einfach etwas, was man nie erwarten würden. Damit wird er schwach und harmlos.
Mir scheint das typisch für den Samstags-Magazin-Journalismus. Es wird ein Thema aufgegriffen, das durchaus kontrovers ist. Es werden offensichtliche, oberflächliche und banale Aussagen zusammengesammelt und in ihrer ganzen Widersprüchlichkeit aneinander gereiht. Man kann zu jeden Thema alles und nichts sagen.
Nach dem Lesen bleibt Ratlosigkeit zurück. So ging es mir bei diesem Artikel. “So what.” Mich reizt es auch gar nicht gross, auf den Artikel zu reagieren. Guido Mingels wirbelt ein bisschen Staub auf. Was er sagt, kann mich aber kaum aufregen.
Mich erstaunt es nur, das dieser Journalismus am Samstag bei so vielen Leuten so gut ankommt.
Trotzdem finde ich die Blogbeiträge von Robert und Peter gut und richtig:
Robert Stark: Internet: die totale Abrechnung.
Peter Hogenkamp: Leben mit dem Tagi-Magi. Eine Zwischenbilanz.
Jürg Stuker: Der Preisträger der keiner war: Guido Mingels.









