Heute hat Joseph Deiss seinen Rücktritt als Bundesrat bekanntgegeben.
Ich habe eine persönliche Erinnerung an Joseph Deiss, die mir lieb ist.
Es war im Jahr 1999, vermutlich der erste Auslandbesuch des neuen Bundesrats. An der Seite von Kanzler Schröder schritt er durch das Schloss Bellevue, als die Journalisten ihn ansprachen, er stehen blieb und sehr freundlich Auskunft gab. Schröder, schon einige Schritte weiter, dreht sich um und bleibt im Hintergrund stehen. Er muss warten. Deiss realisiert, dass er zu viel Zeit beansprucht hatte und lässt sich vom Kanzler durch die Türe in einen hinteren Raum und aus dem Blickfeld der Kameras führen.
Gesehen habe ich diese Video-Bilder über die Nachrichtenagentur, die ich damals in meiner Arbeit zu verfolgen hatte.










Die menschliche Seite wird oft vergessen, das macht dein Artikel einem schnell bewusst. Nur würde ich einen Magistraten insbesondere an seinen Taten für die Bürgerinnen und Bürger messen - und da bleibt bei Nice Deiss leider nicht viel übrig.
Geschrieben von Marcel Widmer am 28. April 2006.
Ich weiss nicht, ob ich das so einfach beurteilen könnte. Ich finde, Deiss fällt da nicht meilenweit von den anderen ab. Ungemütlich wurde es ihm wohl. Deshalb finde ich es dann auch richtig, wenn er geht.
Geschrieben von Stefan Bucher am 28. April 2006.
Das stimmt! Hier gilt wohl das, was mein Vater immer sagte: “Unter den Blinden ist der Einäugige der König.” ;-)
Auch hier gebe ich Dir (bei Deiner versteckten Botschaft zwischen den Zeilen) Recht: Ich beurteile die Wirkung von Joseph Deiss mit einem Tunnelblick. Aus der (gezwungenermassen subjektiven) Sicht als Kleinunternehmer: Ich hätte mir schon gewünscht, dass ein Wirtschaftsprofessor die eine oder andere Administrative Fallgrube für Kleinunternehmen zuschüttet - siehe auch Nice Deiss?
Geschrieben von Marcel Widmer am 30. April 2006.