(Dieser Beitrag kann als Fortsetzung des vorherigen verstanden werden.)
Ebenfalls in der Maiausgabe schreibt die Zeitschrift «anthrazit» von Mobiltelefonen mit Kamera.
Im erklärenden Text gibt sich der Redaktor aber sehr zurückhaltend. Eigentlich eine noble Haltung: Man will die Ottonormalnutzer, an die sich die Zeitschrift richtet, nicht mit dem maximal Machbaren überfordern. Hier aber redet man den Kamerahandybesitzern fast schon kategorisch aus, von den Bildern echte Fotoabzüge auf Papier machen zu lassen.
Auf Papier lassen sich die Fotos [von Kamerahandys] aber nicht bringen. (…) Die Auflösung vieler Handykameras ist zu klein, als dass die Bilder auf Papier glänzen könnten. (…) Wer Bilder auf Papier bringen möchte, benötigt eine Kamera mit midestens 1 Megapixel Auflösung.
«anthrazit» fährt fort und erklärt, 1 Megapixel entspräche der XGA-Auflösung von 1152 x 864 Pixeln. Aus Bildern mit dieser Auflösung liessen sich Fotos von maximal 9 x 7 Zentimeter ausgeben. Das ist, wie ich finde, sehr pesimistisch.
640 x 480 Pixel (VGA) reichen aus für ein Foto im Format 11 x 15 Zentimer. Das ist das kleinste erhältliche Format bei den meisten Labors. Eine Grafik von colormailer.ch bestätigt dies, ebenso wie meine Erfahrung. Zugegeben – das ist wirklich unterste Stufe der Machbarkeit.
Auf derselben Seite der «anthrazit», auf der steht, es gäbe «noch nicht allzu viele Kamerahandys, die eine Auflösung von mehr als 1 Megapixel anbieten», werden allerdings vier Mobiltelefone mit 3 Megapixeln und mehr beschrieben. Und im gesponsorten Teil wirbt Motorola für ein 2-Megapixel-Handy mit dem Satz: «Die Kamera in neuen Mobiltelefonen leistet so viel wie früher nur hochgezüchtete Digitalkameras».
In diesem Umfeld wirkt es etwas mutlos, Fotoabzüge von Handykamera-Bildern als praktisch unmöglich abzuschreiben. Ich würde raten: Lasst richtige Fotos von der Handykamera machen!









