Digitalkamera-Marktbeobachtung

Ich bin immer noch daran, den Zeitschriftenstapel nach der Orbit-iEx langsam aufs Altpapier zu verschieben. Diese Tätigkeit lieferte ja bereits den Anlass für meine zwei vorherigen Beiträge. Dieses Mal hat ein Artikel im «PCtipp» (Ausgabe Juni 2006) mein besonderes Inderesse geweckt.

Auf sechs Seiten berichtet die Zeitung von einem Digitalkameratest. Bewertet wurden Kompaktkameras, so genannte Superzoomkameras und digitale Spiegelreflexkameras. In der Auswahl auch einige Modelle, die ich in meine persönliche Digitalkamera-Marktbeobachtung aufgenommen hatte.

Die Einteilung in die drei Klassen habe ich auch für mich persönlich so vorgenommen.

  • Die Kompaktkameras interessieren mich eigentlich nicht. Gründe: So klein, dass sie kaum richtig in der Hand liegen, kaum manuelle Einstellmöglichkeiten, mangelnde Optik.
  • Die Bezeichnung Superzoomkameras stört mich. Dennoch wäre dies eigentlich mein Segment. Ausführlicher dazu weiter unten.
  • Von den Spiegelreflexkameras habe ich mich verabschiedet, als ich meine alte Analoge zum Eintausch gab. Wechselobjektive und die Grösse finde ich eher unpraktisch. Für die gute Qualität muss man Abstriche bei den Funktionen (kein Video) machen.

Meine Favoriten sind die grossen Kompakten – die Kameraklasse in der Mitte. Weil für mich nicht das Zoomobjektiv (je mehr Tele desto super) ein Hauptkriterium ist, stösst mich die Bezeichnung «Superzoom» eher ab. Oft werden diese Kameras auch als «Bridgekameras» bezeichnet.

Meine wichtigsten Anfordrungen an eine Kamera sind:

  1. Kürzeste Brennweite 28mm oder kleiner (mir ist Weitwinkel wichtiger als Tele)
  2. Möglichst grosse Lichtstärke (unter F2,4)

Gemäss meiner kleinen Analyse kommen die Samsung Digimax Pro815 und die Canon PowerShot Pro1 diesen Werten am nächsten.

Die Samsung hat nun nach dem «PCtipp»-Test für mich an Bedeutung verloren. Schwierig zu beurteilen warum, denn ich habe die Kamera noch nie in der Hand gehabt, aber das Gefühl ist nicht mehr so gut.

Dann wäre da die Canon. Und damit kommen wir zu einem Thema für sich. Denn ich hatte vor einer Weile Canon angefragt, wie sich die PowerShot G-Reiche weiter entwickeln würde. Ich habe jetzt die G1. Letztes aktuelles Modell ist die G6. Die Pro1 steht ausserhalb der G-Reihe, jedoch der G6 sehr nahe. Eigentlich würde ich mich mit dieser Kamera recht wohl fühlen, denke ich.
Leider bekam ich keine Antwort von Canon. Laut der Meinung eines Fotohändlers ist die Zukunft der G-Reihe sowie der Pro1 jedoch ungewiss (siehe auch auf Flickr: When is the New G7???). Canon pusht hingegen die PowerShot S3 IS, die beim «PCtipp» im Test war aber meine Anforderungen nicht erfüllt.

Der «PCtipp»-Testsieger in dieser Klasse, die Sony Cyber-Shot R1, ist zwar auch in meiner Tabelle, interessiert mich aber glaub nicht weiter.

Was bleibt mir? Ich lese weitere Testberichte, führe meine Tabelle fort, gehe mir einzelne Modelle im Laden anschauen und warte auf Neuigkeiten von Canon. … Und vielleicht wähle ich dann einmal auch die Leica D-Lux 2, in die ich mich aktuell verkuckt habe.

[Update] Neu ist mein Favorit die Panasonic DMC-LC1/Leica Digilux 2.
Samsung bringt die schöne, schlanke NV7, die meine Anforderungen aber nicht erfüllt.

Tags: , , ,

Kommentar (1)

  1. Tina schrieb:

    Ich wollte mir auch eine Minolta kaufen. Leider zu spät, da diese dann doch recht schnell aus dem Kamera Geschäft ausgestiegen sind. Eigentlich schade. Die “Z” serie war aufgrund ihrers guten Zooms eine echte alternative.

    Montag, 17. Dezember 2007 um 10:52 #

Trackback/Pingback (1)

  1. Weblog - stefanbucher.net zu Dienstag, 11. Juli 2006 um 22:47

    Täuschung durch alte Inhalte…

    Ich schaue hier

    und lese da

    von meiner Wunschkamera und muss am gleichen Tag im Fotogeschäft erfahren, dass die Panasonic Lumix LC1 nicht mehr lieferbar sei.
    Digitalkamera.de hatte mich zwar schon vorgewarnt. Dort ist zu lesen: «im Handel verfügba…