Mein Bloggen gestern und heute

Schon lange habe ich nicht mehr über mein Bloggen nachgedacht. In den vergangen Monaten bloggte ich viel seltener. Am Bloggertreffen sprach ich von einer «Krise», in der ich mich als Blogger befände.

Einige Ereignisse aus den letzten Tagen bringen mich nun doch dazu, einige Gedanken festzuhalten.

  • Am 5. Juni schrieb ich in meinem Blog den Beitrag «PDF auf dem Mac: «Vorschau» macht’s». Es war eine Antwort auf eine Leserfrage und ich beantwortete sie gerne. Ich schrieb in dem Stil, den ich selber am liebsten mag. Und siehe da: Via Ralph Segert gelangt der Link auf meinen Beitrag zum Schockwellenreiter. Dies geschah nicht häufig, ich werte es als kleinen Erfolg. Lehre: Auch heutige Beiträge finden noch Anklang in der Blogosphäre.
  • Nach den Swiss Blog Awards schrieb Claudio in einem Kommentar, er fände es schade, dass ich nicht mehr so oft blogge. Ich antwortete darauf, ich müsste vielleicht mein Archiv durchgehen und mich von alten Beiträgen anregen lassen.
  • Das Wordpress-Plugin «This Day» zeigt nun Beiträge vom selben Tag in anderen Jahren an. Das funktioniert bei mir eigentlich gut, da mein Blog ja bald drei Jahre alt ist. So stosse auch ich selber vermehrt auf frühere Geschichten.
  • Auch Daniel, ein früher Blog-Buddy, macht sich Gedanken über die Popularität seines Blogs. Nun, ich habe damit aufgehört, (Sch…z-)Vergleiche anzustellen. Die Zahl der Teilnehmer im Blog-Wettbewerb hat erfreulicherweise sehr stark zugenommen. Viele Junge sind extrem viel fleissiger als manche von uns Alten. Ich versuche schon gar nicht mehr, hier mithalten zu wollen.
  • Über die inhaltliche Ausrichtung meiner Beiträge bin ich mir oft selber nicht mehr im Klaren. Will ich Fachliches schreiben? Ja. Ein Fachblog kann ich unter dieser Adresse aber kaum betreiben. Soll ich wieder mehr aus dem Alltag berichten? Nein. Sehr unpersönlich darf der Ton dennoch nicht werden.

Nach diesen Überlegungen komme ich zum Schluss: Das hier ist meine persönliche Website und in meinem Weblog schreibe ich gelegentlich über Themen oder Ereignisse, die mich gerade bewegen. Das reicht jetzt wieder für eine Weile.

Viel aktiver als im Blog bin ich übrigens in den letzten Monaten auf Flickr. Hier ein handlicher Link auf eine Seite mit einem schönen Überblick über meine Fotos.

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6 Kommentare.

  1. … die Blogosphere ist marginal und kaum jemand kennt sie; trag also mit Fassung, wenn du für ein Mini-Publikum schreibst! ;)

  2. Meine Güte, wie kann man sich nur so ernst nehmen. Mach halt ein Bier auf und besauf dich. Oder schreib einen Beitrag über die merkwürdigen Bibeli auf deinem Rücken.

  3. Nun, so bin ich eben. Dass ich mir so meine Gedanken mache. Schadet ja auch nicht weiter …

  4. Und solche Grübeleien an einem Samstag Nachmittag bei schönem Wetter.
    Keep cool Stefan.

  5. Ich fühle mit Dir, mir geht’s ähnlich (ein Blick in meinen Blog genügt…). Und ich bin etwa zum selben Schluss gekommen wie Du - mir ist egal wer und wieviele Leser mein Blog hat und wenn man merkt selber, wenn man einen wertvolleren Beitrag verfasst hat und die Reaktion kommt dann auch umgehend.

  6. David, ich wollte auch noch schreiben, dass es anderen Bloggern aus ‘früheren Zeiten’ wohl ähnlich gehe. Du wärst ein Beispiel dafür gewesen.
    Danke, dass du mitfühlst.

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