Auch bei Fotos kann weniger mehr sein. Auf minimalistischen Bildern ist vielleicht eine Hauswand zu sehen und davor ein einziger Gegenstand. Auf Flickr finden sich Fotos von Minimalismus-Anhängern zum Beispiel in der Gruppe MAXIMUM minimalism
.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich mit minimalistischen Bildern gut meinen Blick für die grafischen Grundelemente schulen kann. Fotos komponieren wir aus Flächen, Linien oder Punkten. In minimalistischen Bildern kann ich mich langsam an die Wirkung dieser Elemente heran tatsten: Ein Punkt auf leerer Fläche, eine horizontale oder vertikale Linie oder zwei Flächen, die aneinander stossen. Auch mit der Bildaufteilung lässt sich spielen und Gestaltungsprinzipien wie die Drittel-Regel können bewusst übergangen werden. Und weiter helfen minimalistische Übungen, Sicherheit zu gewinnen bei der Entscheidung, welche Elemente noch mit ins Bild genommen und welche weggelassen werden sollten.
Der minimalistische Blick entwickelt sich indes weiter. Der Blinkwinkel lässt sich variieren ebenso wie Nähe oder Distanz. Farben verblassen oder Dunkelheit dominiert das Bild. So finden sich auf Flickr in der Gruppe chôra
zum Beispiel Fotos, die aus meiner Sicht den Minimalismus von der Wand in den Raum weiter tragen. Für mich eine faszinierende Entwicklungsgeschichte, die ich auch in meinen Fotos zu erkennen glaube. Diese Aufnahme ist ein aktuelles Beispiel dafür:
12.11.2007 um 20:36
Vielen Dank für den Linktipp ! Diese Bilder sind sehr faszinierend.