Ich höre den Satz öfters innerhalb der Firma: «Ich mache dann schnell ein paar Fotos.» So leicht ist dies gesagt und so schwierig ist es, brauchbare Resultate zu liefern.
Mit dem Web und den Digitalkameras ist alles so einfach geworden, meint man: An einem Anlass, im Workshop oder auf einem Ausflug werden Fotos gemacht, die dann ins Intranet sollten. Doch die Fotos, die zurück kommen, sind meist schlecht und kaum geeignet für die Bebilderung eines internen Berichts.
Folgende Anforderungen würde ich an Fotos fürs Intranet stellen:
Damit gute Resultate herauskommen, braucht es schon ein paar Gedanken, einige Versuche und eine strenge Auswahl. So schnell und einfach geht das nicht immer. Und als Fotograf kann man dann beim Anstossen auch nicht selber mitmachen. Ein bisschen Entbehrung für das gute Bild muss also sein.
Ich darf dann am 6. Dezember, am Chlausabend, wieder für die Firma Fotos machen – in schwierigen Lichtverhältnissen und mit hoffentlich brauchbaren Resultaten.
Geschrieben am 03. Dez 2007. Kategorie: Fotografie. Tags: Fotografie, intern, interne kommunikation, intranet, web. 949 Mal angesehen.
04.12.2007 um 9:49
Noch schlimmer wird, wenn Leute meine, sie können mit dem Handy brauchbare Fotos machen. Handys sind gut, um schnell eine Erinnerung oder so einzufangen, aber brauchbare Bilder für Intranet / Internet lassen sich damit kaum machen. Ich hab sogar schon mit Leute zu tun gehabt, die wollten mit dem Handy Bilder für eine Print-Publikation machen.
05.12.2007 um 20:23
Nun, ehrlich gesagt würde ich Handyfotos nicht generell ablehnen, solange sie meine oben beschriebenen Anforderungen erfüllen. Und das können auch Handykameras: Bei gutem Licht ein Objekt klar erkennbar abbilden.
Technisch gesehen lassen sich Handykamerabilder gerade fürs Web schon noch so bearbeiten, dass sie brauchbar sind: meist Tonwertkorrektur und etwas Farbbalance. Allfälliges Rauschen reduziert sich oft schon durch die Verkleinerung.
06.12.2007 um 13:37
Das Problem kenne ich aus beruflichen Zusammenhängen auch. Vor allem macht sich niemand die Mühe, die misslungenen Fotos zu löschen. Dabei kann sich mittlerweile niemand mehr hinter dem Equipment verstecken. Da wird schon mal für Printfotos mit der kleinsten jpg-Größe fotografiert … Oder: 90 % Hintergrund, 10 % Bildinhalt.