Freie Gedanken zum Fotografieren der Massen
Martin Gommel stellt auf Kwerfeldein die Frage nach dem Stand der Fotografie in Zeiten von Digitalkameras und Online-Fotosharing und will Meinungen hören.
Ich habe folgende Gedanken zum Thema:
- Wer das Fotografieren für sich als Ausdruck entdeckt, der wird sich damit beschäftigen. Das war früher nicht anders als heute. Egal was der einzelne mit seinen Bildern anstellt: Die Masse an Fotos nimmt zu.
- Fotografen, die mit ihren Bildern an die Öffentlichkeit wollen, suchen sich geeignete Wege. Das ist auch nicht neu. Es gibt breite Wege wie Flickr und schmale wie Agenturen, Redaktionen oder Galerien.
- Gute Bilder werden uns durch Filter präsentiert. Heute gibt es mehr Publikationen, die filtern. Auch auf Flickr lässt sich filtern und gute Bilder können hervortreten. Agenturen, Redaktionen und Galerien sind bewährte Filter und immer noch bedeutend.
- Es wird mehr fotografiert und es wird mehr gefiltert. Der Markt segmentiert sich stärker. Es gibt für jeden Geschmack eine Zielgruppe. Flickr mit seinen vielen Gruppen zeigt das schön, finde ich.
- Schon als Hobbyfotograf findet man in einer bestimmten Zielgruppe wohl Anerkennung. Zum Erfolg führt wahrscheinlich die Leidenschaft, die Lernbereitschaft, der Wille und die Zielstrebigkeit des einzelnen. Das ist auch nicht neu.
- Die neuen Möglichkeiten sind einfach technische Fortschritte. Entscheidend bleibt wohl das Handwerk und der Ausdruck.
Ein schöner Beitrag zum Thema ist das Interview mit Thomas Hoepker auf Zeit Online, in dem der ehemalige Präsident der Foto-Agentur Magnum über die Masse im Netz, Nachwuchs und die Digitalisierung spricht.
Die Gedanken werden sich bestimmt weiter entwickeln.
Geschrieben am 05. Dez 2007. Kategorie: Fotografie. Tags: flickr, Fotografie, Internet. 1,061 Mal angesehen.
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