Mit bescheidenen Mitteln: Jeder die Fotos, die möglich sind
Wir alle tun, was wir können – und mit den Mitteln, die wir haben. Was uns zur Verfügung steht, beeinflusst wohl auch die Fotos, die wir machen.
Es gibt einerseits Fotografien, die faszinieren, weil sie mit Mitteln entstanden sind, die den meisten von uns nicht zugänglich sind. Andererseits haben in der Geschichte der Fotografie viele Künstler Ruhm erlangt mit Fotos aus ihrer nächsten Umgebung.
Ich stelle auch an mir selber fest, dass meine Fotos entsprechend meinen Möglichkeiten herauskommen. Beschränkungen begegnen mir zum Beispiel in den folgenden Bereichen:
- Raum. Vielleicht fotografiert jemand nur seine Küche, den eigenen Garten oder die Strasse im Quartier. Der Raum, in dem ich mich bewege, lässt sich meinen Mitteln entsprechend ausdehnen. Für mich ist es meist die Stadt Zürich. Andere können um die Welt reisen. Entsprechend sind die Fotos.
- Zeit. Kannst du dir vier Wochen Urlaub für eine Fotoreise nehmen? Ich nicht. Zwar habe ich immer eine Kamera bei mir. Die Zeit, in der ich fotografiere, muss ich mir frei machen – in der Woche sind es vielleicht drei bis fünf Stunden. Entsprechend der Zeit entstehen eine beschränkte Anzahl Bilder.
- Ausrüstung. Eine gebrauchte Filmkamera für 20 Franken ist schneller gekauft als eine digitale Profiausrüstung. Das ist ein Grund, warum ich mit meiner heutigen Ausrüstung nicht das ganz grosse Shooting bestreiten kann. Meine Kameras bestimmen meinen Stil, und meine Auswahl ist momentan beschränkt.
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Bildbearbeitung. Alter und Ausstattung des Computers können die Gestaltungsmöglichkeiten in der Nachbearbeitung beschränken. Oder die Mittel fehlen für ausgefallene Verarbeitungsprozesse oder Techniken. Ich habe einen Scanner, doch auch hier liesse sich mit besserer Ausstattung mehr herausholen.
Offensichtlich spielt bei allen diesen Themen das Geld eine Rolle. Darüber soll man aber ja nicht klagen. ;-)
Ich finde es faszinierend, wenn Menschen ihre Ideen und Vorstellungen umsetzen können mit den Mitteln, die sie gerade zur Verfügung haben. Und momentan orientiert sich mein Geschmack eher nach unten. In welche Richtung ich meine Möglichkeiten erweitern kann, das muss sich erst noch zeigen.
Geschrieben am 23. Mrz 2008. Kategorie: Fotografie. Tags: ausrüstung, Fotografie, kamera. 826 Mal angesehen.
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28.03.2008 um 11:31
es heisst ja nicht umsonst, das auge macht das bild nicht die kamera :) und bei dem ganzen neumodischen digital-schnickschnack den es gibt, sehnt man sich zunehmendst wieder nach alten techniken. jedenfalls geht es mir so. hab nun auch eine zweite kassette für meine beirette, fotografieren sollte nun gehen :)
28.03.2008 um 22:14
Obwohl du, Jana, mit der Digitalkamera ja so einen analogen Effekt hinkriegst in der letzten Zeit. Das ist wohl auch ein Weg.
Doch jetzt kommen dann die Beirette-Bilder … Und hast du nicht auch einmal eine Lochkamera gebaut? Was sind daraus für Bilder eintstanden?
30.03.2008 um 13:39
Der Effekt ist eine simple Photoshop-Aktion. Aus der Lochkamera wurde dann doch nichts, irgendwie klappt da was nicht. Aber ich werde bei Lust&Laune nochmals eine basteln.