Ich wollte schon lange einmal eine Beschreibung eines meiner Bilder machen und ausdrücken, was mich zu diesem Bild bewog und wie es entstanden war. Heute versuche ich es einmal mit diesem Bild:
Die Beschreibung mache ich in der Form, wie ich sie im Buch «Eine andere Art zu erzählen» gesehen habe – als Antwort auf die Frage «Was sah der Fotograf?».
Was sah ich?
Ein Sonnendach, das Gartenbeete vor der Sonne schützt. Stoffbahnen, die an Stangen befestigt sind. Eine Stofflandschaft aus Tälern und Erhebungen; Stoff, der vom Regenwasser schwer ist. Schwarzer Schmutz, der in den roten Fasern hängt. Himmel, der zwischen den Maschen und Bahnen durchscheint. Ein Bild von Arbeit, Natur, Luft und Licht.
Wie ich zum Bild kam
Ich besuchte am Sonntag das Zehendermätteli bei Bern mit seiner Gärtnerei. Die Beete mit dem roten Sonnenschutz fielen mir sofort ins Auge. Ich kroch unter das Tuch und suchte einen Bildwinkel. Ich wollte den Stoff möglichst grossflächig ins Bild bekommen. Damit das Bild aber nicht zu abstrakt würde, sollte auch gezeigt werden, wie das Tuch befestigt ist. Ich nahm diagonale Linien und eine rechtwinklige Stange als Fixpunkt ins Bild. Mir gefiel, dass das schmutzige Rot nicht dominiert. Die Farbe ist eher wie eine Grundtönung zu den dominierenden Linien und Strukturen des Stoffs. So passt die Fotografie für mich in meine «Transzendental»-Serie.
Und jetzt bin ich gespannt, was der Profi-Kritiker auf fokussiert.com zu diesem Foto zu sagen hat, denn dort habe ich es als Leserfoto eingereicht.
Den Link werde ich hier nachliefern, falls das Bild besprochen wird.
Update. Und übrigens: Bitte stimmt für das Bild auf JPG Magazine:










