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	<title>Kommentare zu: Warum Schwarzweissfotos?</title>
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	<description>Weblog über meine Fotografie.</description>
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		<title>Von: Stefan Bucher</title>
		<link>http://www.stefanbucher.net/blog/2008/08/02/warum-schwarzweissfotos/comment-page-1/#comment-23365</link>
		<dc:creator>Stefan Bucher</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Nov 2008 21:36:49 +0000</pubDate>
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		<description>Vielen Dank für Ihren Kommentar, Karl-Heinz Wolter. Sie haben recht, das war von mir unpräzis formuliert. Jeder für sich macht sich ein Bild der Welt. Ich sehe das auch so. Bei Finsler heisst es auch: «Es [das Bild des Auges] ist für uns das objektive Bild einer Welt, deren Objekt wir selbst sind.»
Mir begegnet sie in manchen Kreisen nur doch ab und zu wieder, die Vorstellung der objektiven Fotografie oder auch der objektiven journalistischen Darstellung. Ich selber habe in meiner Biografie schon lange hinter diese Illusion gesehen und finde das Subjektive viel freier, poetischer und – wesentlicher.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vielen Dank für Ihren Kommentar, Karl-Heinz Wolter. Sie haben recht, das war von mir unpräzis formuliert. Jeder für sich macht sich ein Bild der Welt. Ich sehe das auch so. Bei Finsler heisst es auch: «Es [das Bild des Auges] ist für uns das objektive Bild einer Welt, deren Objekt wir selbst sind.»<br />
Mir begegnet sie in manchen Kreisen nur doch ab und zu wieder, die Vorstellung der objektiven Fotografie oder auch der objektiven journalistischen Darstellung. Ich selber habe in meiner Biografie schon lange hinter diese Illusion gesehen und finde das Subjektive viel freier, poetischer und – wesentlicher.</p>
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		<title>Von: Karl-Heinz Wolter</title>
		<link>http://www.stefanbucher.net/blog/2008/08/02/warum-schwarzweissfotos/comment-page-1/#comment-23364</link>
		<dc:creator>Karl-Heinz Wolter</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Nov 2008 20:31:52 +0000</pubDate>
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		<description>Stefan Bucher schreibt: &quot;Ein Zitat von Hans Finsler zeigt für mich, dass Fotografie die objektive Welt verändert abbildet. Auch in Farbe ist es nicht die wirkliche Welt.&quot;

In dieser Aussage steckt die Annahme, dass es eine objektive Welt gebe. 
Die meisten Menschen glauben das auch.
Man muss aber nicht philosophisch argumentieren, um deutlich zu machen, dass diese Annahme nicht stimmen kann. 

Aus einem meiner Aufsätze über Wahrnehmung:

„Ist Wahrnehmung nicht immer fragwürdig? Beispielsweise gibt es gar keine Farben. Wir sehen Farben nur deshalb, weil wir im Verlauf der Evolution Augen entwickelt haben. Doch nicht alle Lebewesen sind mit Augen ausgestattet. Auch für Blinde und Farbblinde existieren Farben nicht. Eigentlich sind Farben Konstrukte unseres Gehirns, das sich so seiner Umwelt anpasst. Damit bin ich bei der Frage nach der objektiven Wirklichkeit angekommen, einer Wirklichkeit, die von uns und unserer Interpretation dessen, was wir in der Welt vorfinden, ganz und gar unabhängig ist. Gibt es diese objektive Welt, oder konstruieren wir sie unablässig? Jeder für sich. Auf der Grundlage seines Ichs, seiner Erfahrung und seiner körperlich-geistigen Ausstattung. Gibt es also nicht „die Welt“, sondern nur ein (Ab)-Bild der Welt, das für jeden anders aussieht?
	Ein Gegenstand ist nicht in unserer Wahrnehmung, sondern erscheint uns nur auf die uns gemäße Weise. Meine Weise ist eine, welche vermutlich nur mir eigen ist. Ich sehe die Welt (und interpretiere sie), wie es mir auf Grund meines Wahrnehmungsapparates und meiner Erfahrung möglich ist. Ich nehme immer nur Ausgesondertes wahr. Das was ich wahrnehme, muss ich interpretieren. Ich ordne ihm Eigenschaften und Attribute zu und zergliedere es in Klassen. Meine Wahrnehmung ist also strukturiert. Was ich wahrnehme, hängt davon ab, wie ich gelernt habe zu strukturieren und wie komplex ich es Klassen zuordnen kann.“ (Ende des Zitats)

Ein Fotograf, Zeichner oder Maler strukturiert  unentwegt. Er wählt aus, gliedert, hebt hervor. Schon deshalb ist die fotografische Abbildung niemals die Abbildung der Wirklichkeit, sondern das, was der Fotograf als Wirklichkeit sieht und auswählt. Die Fotofolge über Siena belegt diese These beispielhaft. Sie gefällt mir gut. Natürlich muss ich Ihnen, dem Fotografen, nicht sagen, dass beim Fotografieren (und Zeichnen) das Sehen am wichtigsten ist. Also: Jede Fotografie ist subjektiv. Ganz abgesehen davon, dass der Betrachter des fotografischen Werkes es wieder auf seine ihm gemäße Art sieht und deutet. 

Ich bin Zeitungsschreiber, der überwiegend über Theateraufführungen und über Konzerte klassischer Musik schreibt. Heute ist es so, dass die Nachricht fast immer mit einem Foto zusammen in der Tageszeitung erscheint. Ich liefere auch das Foto dazu, und zwar farbig. Manchmal erscheint es auch so in der Zeitung, meist aber nur in schwarz-weiß. Ganz unbeabsichtigt ist mir dieses nur in die Zeile gerutscht. Wenn ich am nächsten Tag mein Foto in der Zeitung sehe, denke ich oft, dass durch das Weglassen der Farbe nicht viele Informationen verloren gegangen sind. Manchmal ist sogar das Gegenteil der Fall. Dann kommt das Wesentliche eines Portraits oder einer Situation besser zum Vorschein,also das, was ich für wesentlich halte (siehe meine Bemerkungen zuvor).  

Ein anderer Gedanke ist, dass Bilder genau so wie Texte lügen können, dass also der Fotograf bewusst und absichtlich verfälscht, was er sieht. Das ist heute gang und gäbe.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Stefan Bucher schreibt: &#8220;Ein Zitat von Hans Finsler zeigt für mich, dass Fotografie die objektive Welt verändert abbildet. Auch in Farbe ist es nicht die wirkliche Welt.&#8221;</p>
<p>In dieser Aussage steckt die Annahme, dass es eine objektive Welt gebe.<br />
Die meisten Menschen glauben das auch.<br />
Man muss aber nicht philosophisch argumentieren, um deutlich zu machen, dass diese Annahme nicht stimmen kann. </p>
<p>Aus einem meiner Aufsätze über Wahrnehmung:</p>
<p>„Ist Wahrnehmung nicht immer fragwürdig? Beispielsweise gibt es gar keine Farben. Wir sehen Farben nur deshalb, weil wir im Verlauf der Evolution Augen entwickelt haben. Doch nicht alle Lebewesen sind mit Augen ausgestattet. Auch für Blinde und Farbblinde existieren Farben nicht. Eigentlich sind Farben Konstrukte unseres Gehirns, das sich so seiner Umwelt anpasst. Damit bin ich bei der Frage nach der objektiven Wirklichkeit angekommen, einer Wirklichkeit, die von uns und unserer Interpretation dessen, was wir in der Welt vorfinden, ganz und gar unabhängig ist. Gibt es diese objektive Welt, oder konstruieren wir sie unablässig? Jeder für sich. Auf der Grundlage seines Ichs, seiner Erfahrung und seiner körperlich-geistigen Ausstattung. Gibt es also nicht „die Welt“, sondern nur ein (Ab)-Bild der Welt, das für jeden anders aussieht?<br />
	Ein Gegenstand ist nicht in unserer Wahrnehmung, sondern erscheint uns nur auf die uns gemäße Weise. Meine Weise ist eine, welche vermutlich nur mir eigen ist. Ich sehe die Welt (und interpretiere sie), wie es mir auf Grund meines Wahrnehmungsapparates und meiner Erfahrung möglich ist. Ich nehme immer nur Ausgesondertes wahr. Das was ich wahrnehme, muss ich interpretieren. Ich ordne ihm Eigenschaften und Attribute zu und zergliedere es in Klassen. Meine Wahrnehmung ist also strukturiert. Was ich wahrnehme, hängt davon ab, wie ich gelernt habe zu strukturieren und wie komplex ich es Klassen zuordnen kann.“ (Ende des Zitats)</p>
<p>Ein Fotograf, Zeichner oder Maler strukturiert  unentwegt. Er wählt aus, gliedert, hebt hervor. Schon deshalb ist die fotografische Abbildung niemals die Abbildung der Wirklichkeit, sondern das, was der Fotograf als Wirklichkeit sieht und auswählt. Die Fotofolge über Siena belegt diese These beispielhaft. Sie gefällt mir gut. Natürlich muss ich Ihnen, dem Fotografen, nicht sagen, dass beim Fotografieren (und Zeichnen) das Sehen am wichtigsten ist. Also: Jede Fotografie ist subjektiv. Ganz abgesehen davon, dass der Betrachter des fotografischen Werkes es wieder auf seine ihm gemäße Art sieht und deutet. </p>
<p>Ich bin Zeitungsschreiber, der überwiegend über Theateraufführungen und über Konzerte klassischer Musik schreibt. Heute ist es so, dass die Nachricht fast immer mit einem Foto zusammen in der Tageszeitung erscheint. Ich liefere auch das Foto dazu, und zwar farbig. Manchmal erscheint es auch so in der Zeitung, meist aber nur in schwarz-weiß. Ganz unbeabsichtigt ist mir dieses nur in die Zeile gerutscht. Wenn ich am nächsten Tag mein Foto in der Zeitung sehe, denke ich oft, dass durch das Weglassen der Farbe nicht viele Informationen verloren gegangen sind. Manchmal ist sogar das Gegenteil der Fall. Dann kommt das Wesentliche eines Portraits oder einer Situation besser zum Vorschein,also das, was ich für wesentlich halte (siehe meine Bemerkungen zuvor).  </p>
<p>Ein anderer Gedanke ist, dass Bilder genau so wie Texte lügen können, dass also der Fotograf bewusst und absichtlich verfälscht, was er sieht. Das ist heute gang und gäbe.</p>
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		<title>Von: intermayer.com</title>
		<link>http://www.stefanbucher.net/blog/2008/08/02/warum-schwarzweissfotos/comment-page-1/#comment-22742</link>
		<dc:creator>intermayer.com</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Aug 2008 18:42:03 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;strong&gt;Blick durch den Sucher - 2008-W33...&lt;/strong&gt;

Der Blick durch den Sucher - der Wochenrückblick auf die Fotografie-Szene - für Kalenderwoche 33.

Mein Highlight der Woche: eine Groteske ohne Beispiel. Fotograf Thomas Hawk freute sich schon vor Monaten über das Ende des Fotografierverbots im SF M...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Blick durch den Sucher &#8211; 2008-W33&#8230;</strong></p>
<p>Der Blick durch den Sucher &#8211; der Wochenrückblick auf die Fotografie-Szene &#8211; für Kalenderwoche 33.</p>
<p>Mein Highlight der Woche: eine Groteske ohne Beispiel. Fotograf Thomas Hawk freute sich schon vor Monaten über das Ende des Fotografierverbots im SF M&#8230;</p>
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	<item>
		<title>Von: Stefan Bucher</title>
		<link>http://www.stefanbucher.net/blog/2008/08/02/warum-schwarzweissfotos/comment-page-1/#comment-22692</link>
		<dc:creator>Stefan Bucher</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Aug 2008 08:05:53 +0000</pubDate>
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		<description>Vielen Dank für eure Kommentare. Lars, dein Einwand finde ich berechtigt. Es gehört zur Verbereitung eines Fotoprojekts.
Allerdings habe ich mich auch schon im Verlauf eines Projekts umentschieden – ich glaube, ich berichte dann noch darüber …</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vielen Dank für eure Kommentare. Lars, dein Einwand finde ich berechtigt. Es gehört zur Verbereitung eines Fotoprojekts.<br />
Allerdings habe ich mich auch schon im Verlauf eines Projekts umentschieden – ich glaube, ich berichte dann noch darüber …</p>
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	<item>
		<title>Von: Lars</title>
		<link>http://www.stefanbucher.net/blog/2008/08/02/warum-schwarzweissfotos/comment-page-1/#comment-22690</link>
		<dc:creator>Lars</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Aug 2008 07:25:48 +0000</pubDate>
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		<description>Ich habe mit s/w angefangen zu fotografieren und auch mit analogem Filmmaterial in der Dunkelkammer gearbeitet. Daher habe ich einen besonderen Vorliebe für s/w.

Ich finde jedoch, dass s/w nicht nur Selbstzweck sein darf. Es gibt leider einige, die versuchen aus einem &quot;schlechten&quot; Farbbild ein s/w-Foto zu machen. Das ist aus meiner Sicht der falsche Weg. Mann sollte sich zuerst überlegen, was man mit dem Bild ausdrücken will und sich dann für Farbe oder s/w entscheiden.

Gruß Lars</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe mit s/w angefangen zu fotografieren und auch mit analogem Filmmaterial in der Dunkelkammer gearbeitet. Daher habe ich einen besonderen Vorliebe für s/w.</p>
<p>Ich finde jedoch, dass s/w nicht nur Selbstzweck sein darf. Es gibt leider einige, die versuchen aus einem &#8220;schlechten&#8221; Farbbild ein s/w-Foto zu machen. Das ist aus meiner Sicht der falsche Weg. Mann sollte sich zuerst überlegen, was man mit dem Bild ausdrücken will und sich dann für Farbe oder s/w entscheiden.</p>
<p>Gruß Lars</p>
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	<item>
		<title>Von: Karin</title>
		<link>http://www.stefanbucher.net/blog/2008/08/02/warum-schwarzweissfotos/comment-page-1/#comment-22689</link>
		<dc:creator>Karin</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Aug 2008 06:39:59 +0000</pubDate>
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		<description>Ich finde schwarzweiss Fotos weiterhin sehr interessant. Besonders von Regionen, wie dem NT Areal oder Sulzer. 
Super Post!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich finde schwarzweiss Fotos weiterhin sehr interessant. Besonders von Regionen, wie dem NT Areal oder Sulzer.<br />
Super Post!</p>
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		<title>Von: jana</title>
		<link>http://www.stefanbucher.net/blog/2008/08/02/warum-schwarzweissfotos/comment-page-1/#comment-22686</link>
		<dc:creator>jana</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Aug 2008 21:28:04 +0000</pubDate>
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		<description>bei portraits mag ich schwarzweiss, weil ich finde, farbe oft ablenkt. manchmal wirken solche bilder in schwarzweiss einfach besser. ebenso bei architekturbilder, einige meiner aufnahmen vom sulzer sind bewusst b&amp;w, weil es mir vordergründig um die strukturen ging.

schöner post wieder mal, regt immer wieder zum nachdenken über das fotografieren an!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>bei portraits mag ich schwarzweiss, weil ich finde, farbe oft ablenkt. manchmal wirken solche bilder in schwarzweiss einfach besser. ebenso bei architekturbilder, einige meiner aufnahmen vom sulzer sind bewusst b&amp;w, weil es mir vordergründig um die strukturen ging.</p>
<p>schöner post wieder mal, regt immer wieder zum nachdenken über das fotografieren an!</p>
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