Mein Fotojahr 2008
Wie letztes Jahr mache ich hier im Blog einen persönlichen Jahresrückblick.
Ich lege einfach mal los, vielleicht ergeben sich am Ende ein paar zusammenfassende Bemerkungen.
- Januar: Der Lochkamera-Bausatz ist wie ein verspätetes Weihnachtsgeschenk. Immer wieder fühle ich mich zur simplen Fotografie ohne Linse hingezogen. Und einige reizvolle Resultate kommen dabei heraus.
- März: Für die GAF-Fotoklasse mache ich eine Fotoreportage im Engrosmarkt in Zürich.
Die Letzigrund-Urinals werden zu meinem auf Flickr erfolgreichsten Bild und ein anderes für mich wichtiges Bild entsteht.
- April: Ich fotografiere am Welt-Pinhole-Day und reiche ein Zirkus-Bild ein.
Auf dem Flohmarkt kaufe ich eine Polaroid-Kamera und verschiesse mein erstes Filmpack an einem Sonntagmorgen. Später im Jahr mache ich noch mehr Bilder mit der Polaroid-Kamera.
- Mai: In den Mai-Ferien sind es häuptsächlich quadratische Schwarzweissbilder. Mit einer Billigkamera mit Panoramaeinstellung sammle ich neue Erfahrungen.
Ende Monat entstehen im Opfikerpark ein paar schöne Farbaufnahmen.
- Juni: Für eine GAF-Aufgabe wage ich mich an Porträts heran. Ich lerne, dass es mehr Zug und Motivation für eine ganze Serie braucht, und kann nur mit zwei Aufnahmen zufrieden sein.
Der Autofriedhof zieht im Sommer viele Fotografen an. An meinen Fotos haben ich Freude, weil ich sie ganz nach meiner Art machte – mit Polaroid und 6×6-Mittelformat.

- Juli: An einer alten Boxkamera konnte ich einfach nicht vorbei gehen. Sie passt schön in meine Sammlung. Im September beschrieb ich die Kamera im 50$ Camera Project-Beitrag.
- August: Mein Garten wird zu einem neuen Langzeitprojekt, für das ich die Boxkamera einsetze. Ich lasse mich auch zu Botanik-Studien und Blumenmakros hinreissen.
- Oktober: Ein Bild von mir gewinnt den 2. Preis am Kalkbreite-Fotowettbewerb. Eine schöne kleine Ehre. Sie wird begleitet von Überlegungen, welche Bilder ich in welchen Gruppen und Formen präsentieren könnte: Postkarten, Buch, Ausstellung?
- November: Beginn der Hardbrücke-Serie als Gruppen-Projekt der GAF-Klasse mit dem Ziel einer Ausstellung ca. im April 2009. Ein Unternehmen, bei dem ich für mich vor allem das Ziel verfolge, einen gut zusammenspielenden, abgerundeten «Body of Work» zu schaffen.

Ich habe viele verschiedene Dinge gemacht dieses Jahr. Und doch ist auf der Flickr-Jahresübersicht zu sehen, dass ich im Vergleich zum Vorjahr weniger Fotos hochgeladen habe.
So langsam bekommt für mich eine Frage doch mehr Bedeutung, die unter anderem durch die GAF-Klasse von aussen an mich heran getragen wurde: «Wohin gehst du mit deiner Fotografie?» Eine Antwort darauf habe ich noch keine. Es werden Entdeckungen im kommenden Jahr sein, die den Weg aufzeigen. Vorerst geht es mir einfach um die Freude und Inspiration, die ich durch die Fotografie erfahre.
Ich wünsche allen, die hier treu mitlesen, frohe Weihnachtsfeiertage und einen guten Start ins Jahr 2009.
(Vielleicht hat jemand ja Lust, in einem Kommentar kurz zu sagen, was ihr/ihm an meinem Blog gefällt. So ein Feedback ist immer willkommen und aufschlussreich. Vielen Dank.)
Geschrieben am 23. Dez 2008. Kategorie: Fotografie. Tags: flickr, Fotografie, gaf, jahresrückblick, lochkamera, polaroid, schwarzweiss. 1,465 Mal angesehen.
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23.12.2008 um 17:59
Ich lese immer noch mit, damit ich ein paar schöne Bilder sehe, damit ich ab und zu etwas über exotische Fotografie lerne (Lochkameras, Lomos, so Dinger), über die Beziehung zwischen Mensch und Bild. Was mich fast nie interessiert sind die Bookmarks. Ich habe vielleicht ein oder zwei mal geklickt, aber ich glaube es fehlt einfach die persönliche Meinung zum Link. Warum ist der Artikel wichtig, was hat dich persönlich daran interessiert — dann würde ich es lieber lesen, und dem Link evt. auch folgen.
Frohe Weihnachten! :)
23.12.2008 um 21:58
[...] Jahresrückblick habe ich ja schon hinter mir. Doch in Anlehnung an Stefan Buchers “Mein Fotojahr 2008” möchte ich für mich auch einen kurzen Rückblick schreiben. Ich stütze [...]
24.12.2008 um 11:54
Vielen Dank, Alex. Ja, mit den Bookmarks im Feed ist mir auch nicht ganz wohl. Ich habe bei Feedburner einfach gesehen, dass die Links doch noch viel angeklickt werden. Ich versuche meist, ein für mich wesentliches Zitat des verlinkten Inhalts als Beschreibung einzugeben.
In Zeiten von Friendfeed gibt es ja dort meinen Alles-in-allem-Feed. Also sollte ich die Bookmarks vielleicht doch aus dem Blog-Feed rausnehmen …