Am vergangenen Samstag zog ich wieder einmal mit meiner Stafetta-duo durch die Stadt und fotografierte Architektur. Herausgekommen sind ein paar neue Bilder für mein Set Architectural shots on medium format film (siehe Slideshow oben).
Dieser Eintrag soll einfach Ausdruck meiner Liebe für die Architektur, meine Stadt und fürs Fotografieren mit meiner alten Kamera sein.
03. Jul 2009 . Kategorie: Fotografie. Tags: Fotografie, medium format, mittelformat, schwarzweiss, stafetta-duo, vintage camera.
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Im vergangenen Monat habe ich hier auf stefanbucher.net/blog wenig gemacht. Stattdessen habe ich meine Portfolio-Site www.sogesehen.ch umgestaltet. Und dort mein Tumble-Blog eingebunden. Das ergibt eine ganz neuartige Site, durch die meine alte Domain hier langsam in den Hintergrund tritt.
Beispielsweise sah man unter www.sogesehen.ch/tumblr ein Portät von mir in der Hardbrücke-Ausstellung, meinen Beitrag zum Weltlochkamera-Tag und eine Foto-Slideshow von der Pferderennbahn vom letzten Sonntag.
Ich habe also einige Geschichten über mich und meine Fotografie bereits verbloggt. Und ich finde offensichtlich Gefallen an der kürzeren, bunteren Art des Bloggens mit Tumblr. Und weil auch Indexhibit eine so simple, stylische Web-Applikation für sogesehen.ch ist, setzte ich zurzeit mehr Zeit dort ein (wogegen hier meine Wordpress-Installation schon seit längerem auf Updates wartet).
Ich lasse aus diesem Anlass auch meinen RSS-Feed vom aktiveren Tumble-Blog speisen und hoffe, damit keinen Abonnenten vor den Kopf zu stossen. Es kommen so mehr Inhalte, trotzdem meist zum Thema Fotografie und ab und zu auch etwas persönlicheres von mir in euren Feedreader – ein «Sammelsurium» eben.
Ich lasse das mal so bis weitere Entwicklungen mit sogesehen.ch und stefanbucher.net folgen. Der geneigten Leserin und dem Leser danke ich für die Treue.
05. May 2009 . Kategorie: Webloggen. Tags: blogging, domain.
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Mit vielen meiner Bilder – und kürzlich speziell mit diesem Bild – verbinde ich das Gefühl einer grossen Faszination für Fotos mit sichtbaren Makeln. Ich habe schon verschiedene Male darüber geschrieben und fasse die Einträge unter dem Schlagwort «Lo-Fi» zusammen.
Jetzt wollte ich für mich heraus finden, was diese Faszination für mich ausmacht. Ich habe dazu eine Mindmap angelegt:
Das mag wirr erscheinen, deshalb hier hoffentlich klarere Aussagen zu den Hauptpunkten:
Dies alles kann ich mit Freude erleben, was die Fotografie für mich zur wertvollen Freizeitbeschäftigung macht.
31. Mar 2009 . Kategorie: Fotografie. Tags: Fotografie, lo-fi, vintage camera.
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Bald ist es soweit: Vom 17.-25. April findet die Ausstellung meiner GAF-Klasse zum Thema «Hardbrücke» statt.
Das Bild auf der Einladungskarte ist das letzte Bild auf meinem dritten Film, den ich für das Projekt belichtet hatte. Es ist ein Bild, wie ich es mir von Anfang an vorgestellt hatte.
In der Vorbereitung für unsere Arbeit für das Ausstellungs-Projekt, bekamen wir den Tipp, Inspirations-Bilder von anderen Fotografen auszuwählen, an denen wir uns für unsere Fotos orientieren könnten. Diese Idee war für mich sehr hilfreich. Inspiration fand ich bei Luciano Rigolini – wie aus der Lektüre dieses Blogs ja schon bekannt sein dürfte.
![]() Inspiration. Luciano Rigolini, «What you see». |
Der Effekt hier, aus dem fahrenden Auto heraus zu fotografieren, gefiel mir. Und mit dem Resultat bin ich zufrieden, nicht nur weil der Effekt funktioniert hat, sondern auch weil die Stimmung zu meinen übrigen Aufnahmen passt.
Wie im Konzept beschreiben, belichtete ich drei Filme für das Projekt. Vom ersten Film kamen drei Bilder in die engere Auswahl, vom zweiten Film zwei Bilder und vom dritten Film nur noch dieses eine Bild. Das ist interessant, denn es zeigt doch, dass ich bei meinen ersten Erkundungen mit der Kamera schon mit dem richtigen Gefühl an die Sache heran ging.
Ich zeige schliesslich sechs Bilder in der Ausstellung. Für mich ist dabei eine Arbeit mit konzeptionell klarem Zusammenhalt entstanden. Und ich freue mich, die Bilder einem Publikum zeigen zu können.
Ein Gedanke beschäftigt mich jetzt, nämlich, dass das Resultat einfach eine Momentaufnahme meiner Sichtweise und Möglichkeiten für die Umsetzung des Themas ist. In einem Monat – oder wohl heute schon – sehen meine Hardbrücke-Fotos vermutlich ganz anders aus. Das Werk scheint mir deshalb kaum definitiv.
Die Reise geht also weiter.
Facebook-Event-Seite zur Ausstellung
22. Mar 2009 . Kategorie: Fotografie. Tags: ausstellung, Fotografie, gaf, projekt, schwarzweiss, selbstgemacht.
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… hier eines meiner jüngsten Bilder, das gerade durch den starken Kontrast seine Wirkung erzielt.
Und demnächst sollte hier die Einladung zur Ausstellung unserer GAF-Klasse folgen. Später möchte ich dann auch noch die eine oder andere Erfahrung mit dem Projekt mitteilen.
Bis dahin verabschiedet sich der Winter hoffentlich.
06. Mar 2009 . Kategorie: Fotografie. Tags: Fotografie, schwarzweiss, selbstgemacht.
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Mit den Bildern auf meinem letzten Kleinbildfilm war ich lange unzufrieden. Es sah danach aus, als wollte ich von den 36 Aufnahmen nur drei Bilder weiter bearbeiten und auf Flickr stellen.
Es schien mir, als sei ich viel besser auf das quadratische Mittelformat (6×6) eingeschossen. Von zwölf Bildern auf einer 120er-Filmrolle finde ich meist einen höheren Anteil der Bilder passabel.
Mit dem letzen Kleinbildfilm hatte ich zwar vieles versucht und gewagt: Streetphotography, also Menschen auf der Strasse, und das bewusste Einsetzen der Schärfentiefe. Die Bilder kamen aber meist nichtssagend oder auch aus technischen Gründen schwach heraus.
Doch dann stellte ich Fotopaare zusammen:
Und so entstanden neue Bilder, die für mich auf einmal einen Wert hatten.
Aufgefallen sind mir auf Flickr vermehrt Doppelbilder von zwei Negativen auf einem Foto (siehe z. B. Gruppe «duality»). Oft stammen sie aus Halbformatkameras, die zwei um 90 Grad gekippte Bilder auf dem Platz eines Standard-Kleinbildnegativs unterbringen. Manchmal zeigen die Bildpaare eine Abfolge einer Szene, manchmal auch nicht.
So wurde ich wieder einmal von Flickr inspiriert. Und habe dabei etwas Neues aus meiner Fotografie herausgeholt.
30. Jan 2009 . Kategorie: Fotografie. Tags: film, filmformat, flickr, Fotografie, inspiration, kleinbild, schwarzweiss.
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Dies ist mein erster Versuch mit einem braungetonten Bild.
Das Bild der Peperoni (schweizerisch für Paprika ;-)) entstand unter meinem Dachfenster auf einer alten Holzkommode. Ein wunderbares Setting für Stillleben, fand ich. Und mit dem Resultat in Farbe war ich dann auch zufrieden.
Die einfache Komposition rief bei mir klassische Stillleben in Erinnerung. Auf Weihnachten habe ich ein Buch mit Pflanzenbildern von Karl Blossfeld geschenkt bekommen. Diese klassischen Meisterwerke werden uns heute oft mit Brauntonung präsentiert.
Brooks Jensen zeigt in seinem The New 100 Prints Project durchwegs getonte Schwarzweissfotografien. Die Bilder seines laufenden Projekts beschreibt der Herausgeber des Lenswork Magazins und Podcast jeweils mit einem gesprochenen Kommentar. Und weil ich Brooks Jensen stundenlang zuhören könnte, habe ich mir aus dem Lenswork Podcast-Archiv einige Folgen angehört.
In LW0188: How Brown Is the Perfect Warm Tone? (MP3) geht es um die Brauntonung. Als ich mir das anhörte, dachte ich mir, das Peperonimotiv wäre geeignet für einen Versuch.
Der Effekt gefällt mir in diesem Bild. Doch bleiben für mich einige Unsicherheiten: Ist die Tonung zu stark? Sollte ich auch in anderen Serien damit experimentieren? Was gewinnt das Bild tatsächlich durch die Bearbeitung? Ich befürchte, dass einem vor lauter Brauntonung neutrale Schwarzweissbilder bald langweilig erscheinen. Dann muss es immer mehr sein und man beschäftigt sich nur noch mit der perfekten Tonung statt mit dem Objekt, der Komposition oder der Serie.
Bis auf weitere vereinzelte Versuche, also.
Links:
Karl Blossfeld Archiv
Wikipedia: Tonung
04. Jan 2009 . Kategorie: Fotografie. Tags: Fotografie, lens work, podcast, schwarzweiss, stilleben.
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Wie letztes Jahr mache ich hier im Blog einen persönlichen Jahresrückblick.
Ich lege einfach mal los, vielleicht ergeben sich am Ende ein paar zusammenfassende Bemerkungen.


Ich habe viele verschiedene Dinge gemacht dieses Jahr. Und doch ist auf der Flickr-Jahresübersicht zu sehen, dass ich im Vergleich zum Vorjahr weniger Fotos hochgeladen habe.
So langsam bekommt für mich eine Frage doch mehr Bedeutung, die unter anderem durch die GAF-Klasse von aussen an mich heran getragen wurde: «Wohin gehst du mit deiner Fotografie?» Eine Antwort darauf habe ich noch keine. Es werden Entdeckungen im kommenden Jahr sein, die den Weg aufzeigen. Vorerst geht es mir einfach um die Freude und Inspiration, die ich durch die Fotografie erfahre.
Ich wünsche allen, die hier treu mitlesen, frohe Weihnachtsfeiertage und einen guten Start ins Jahr 2009.
(Vielleicht hat jemand ja Lust, in einem Kommentar kurz zu sagen, was ihr/ihm an meinem Blog gefällt. So ein Feedback ist immer willkommen und aufschlussreich. Vielen Dank.)
23. Dec 2008 . Kategorie: Fotografie. Tags: flickr, Fotografie, gaf, lochkamera, polaroid, schwarzweiss.
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In der Arbeit «What you see» beschreibt Luciano Rigolini eine «visuelle Grammatik» (Nachwort zum Buch, Fotostiftung Schweiz). Ich habe die Bilder im Buch und in der Ausstellung angeschaut und es ist, als lernte ich eine Sprache – das Formenvokabular der Fotografie.
Die auffälligsten Elemente der fotografischen Formensprache möchte ich hier beschreiben, so wie ich sie wahrnehme. Es sind grafische Gestaltungsmuster, die in Rigolinis Arbeit äusserst konsequent angewendet werden.
Und jetzt noch gewissermassen zur Syntax, wie die Elemente angewendet und zusammengesetzt werden (vieles davon oben schon angesprochen):
Um mich mit diesen Formen weiter vertraut zu machen, habe ich einen Ausdruck meines Blatts «20 Kompositionen» gemacht. Es hilft, die Formen nachzuzeichnen, ein Rigolini-Bild so noch genauer zu analysieren oder auch ein eigenes Bild auf die Formensprache zu überprüfen.
Irgendwie passend und ermutigend, die Fotografie poetisch als Sprache einzusetzen, fand ich im Magnum Blog in einem Zitat von David Alan Harvey:
Photography is now clearly a language. As with any language, knowing how to spell and write a gramatically correct “sentence” is , of course, necessary. But, more importantly, today’s emerging photographers now must be “visual wordsmiths” with either a clear didactic or an esoteric imperitive. Be a poet, not a technical “writer”.
So verändert sich mein Sehen und vielleicht auch mein Ausdruck in meinen Fotos. Die Botschaft wird dann immer deutlicher.
24. Nov 2008 . Kategorie: Fotografie. Tags: ausstellung, buch, Fotografie, fotostiftung, gestaltung.
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Letzte Woche und dieses Wochenende haben sich bei mir wieder Fotos angesammelt.



Dieser Foto-Output kommt nach einer Fotopause – wenigstens gefühlsmässig waren die letzten Wochen nicht besonders aktiv und kreativ. Ich habe mich zwar mit einigen Fotos aus meinem Archiv auseinandergesetzt und eigene Prints erstellt. Doch ist es, als hätte mich letzte Woche eine neue Kreativität ergriffen.
Zum Schluss ein Mitbringsel aus Einsiedeln für den Kamera-Geek:

Pilger-Kitsch-Souvenir mit Lichtbildern der Schwarzen Madonna und dem Kloster Einsiedeln in Form einer klassischen Zweiaugen-Kamera mit Bleistiftspitzer :-)
09. Nov 2008 . Kategorie: Fotografie. Tags: flickr, Fotografie, hdr, polaroid.
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Mehr als vier Jahre ist er alt und billig war er, und doch hat mich mein Drucker Canon i250 überrascht: Ich habe zum ersten Mal Fotos auf meinem Heimdrucker ausgedruckt und die Resultate sind gut.
Es ist eine weitere Aktion meiner Beschäftigung mit den eigenen Bildern, während ich auf frische Filme warte. Ich habe eine Schachtel Fotopapier in der Grösse 10×15 Zentimeter gekauft und mich damit in ein weiteres Abenteuer gewagt. Das Ausdrucken mit dem Tintenstrahldrucker ist eine Wissenschaft für sich und als Fotoenthusiast kann man damit mindestens so viel Zeit verbringen und Material durchprobieren und Geld ausgeben wie mit Kamera- oder Lichtausrüstung.
Treu meinem Motto «bescheiden und billig» (;-)) habe ich mit den vorhandenen Mitteln einfach einen ersten Versuch gestartet. Ein Bild ab Farbfilm im quadratischen Format mit der Bildsoftware auf das Papierformat eingepasst (mit weissem Rand), die Druckereinstellung auf «Fotopapier» und das Papier eingelegt. Und siehe da: eine bemerkenswerte Qualität des Ausdrucks und ein schönes Gefühl ein eigenes Foto in der Hand zu halten. Die Papieroberfläche und -Stärke erinnert mich sogar an edles Barytpapier aus Dunkelkammerzeiten.
Im kleinen Format lassen sich die Fotografien schon auf eine ganz andere Art erleben als auf dem Computerbildschrim. Deshalb bin ich froh um diese Erfahrung mit meinen ersten Ausdrucken.
04. Nov 2008 . Kategorie: Fotografie. Tags: drucker, fotografieren, print, selbstgemacht.
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Ich musste eine Pause einlegen, da mir der Film ausgegangen war. Erst gestern habe ich neuen bestellt, zum ersten Mal im Onlineshop www.ars-imago.ch.
In der Zwischenzeit habe ich viele meiner eigenen Fotos erneut und vertieft angeschaut. So auch an der Preisverleihung des Fotowettbewerbs Kalkbreite mein 2.-platziertes Bild aufgehängt als Abzug in der Ausstellung. Ein paar wenige persönliche Rückmeldungen habe ich dazu bekommen. Auf die hundert oder so Besucher durfte es wirken und den Raum «bespielen».
Ich betrachte meine Fotos auch auf Postkarten und in Flick-Sets. Und im Archiv auf meiner Festplatte und in meinem Web-Portfolio.
Ich entdecke so neue Stärken in alten Bildern oder Qualitäten in Aufnahmen, die ich noch nicht erkannt hatte. Und so bin ich dann auch auf Bilder mit der Handykamera gestossen, die ich es wert fand zu bearbeiten und online zu stellen.
Zwischendurch also einfach mal ein Handyfoto, weil es auch Ausdruck meiner Bilderwelt ist.
28. Oct 2008 . Kategorie: Fotografie. Tags: fotografieren, k750i, mobile.
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Dieses Artikelpaar «Ein schönes Bild» von Andreas Hurni zur Ästhetik ist nicht ohne Wirkung auf mich geblieben.
Besonders der zweite Artikel über Wabi-Sabi hat mich angesprochen. Wabi-Sabi ist ein Begriff aus der japanischen vom Zen-Buddhismus geprägten Kultur des Schönen. Er steht für die östliche Ästhetik in vielen Kunstformen und auch noch in manchen Bereichen des Alltags.
In der Beschreibung von Wabi-Sabi habe ich Eigenschaften wiederentdeckt, die mich in vielen Bildern auf Flickr faszinieren. Vor allem im Werk von japanischen Fotografen (Beispiel Mami Koni (Clarice)) sehe ich Bilder, die genau das sind, was Andreas Hurni als Merkmal von Wabi-Sabi beschreibt:
Wabi-Sabi lädt den Betrachter dazu ein, die Schönheit des Unauffälligen und leicht zu Übersehenden wahrzunehmen. (…) Es ist eine hochentwickelte Kultur des Unperfekten, Unbeständigen und Unvollständigen (…).
Gearbeitet wird mit der Natur, die Materialien sind organisch und die Gegenstände werden nicht verändert.
Der Künstler lässt sich ein auf die Natur und ist nicht belastet mit Gedanken an das fertige Werk.
(…) Die Seele des Künstlers ist gesetzt, ausgeglichen und in einem meditativen Zustand der Ruhe, denn das Werk wird jeden Unruhezustand oder Stress verraten.
Der Artikel spricht mich in vielen Punkten an:
Mir fällt auf, dass ich mich stark zu dieser östlichen Ästhetik (und wohl auch der Philosophie) hingezogen fühle. Und die Werte der westlichen Ästhetik für mich zurzeit mehr in den Hintergrund treten. Andreas Hurni macht es uns einfach, die verschiedenen Anschauungen zu vergleichen mit einer Tabelle von entgegengesetzten Begriffen.
Wabi-Sabi ist diametral entgegengesetzt zu unseren westlichen Vorstellungen, ein Kontrast, der seine Wurzeln in grundlegenden philosophischen Unterschieden hat.
Am auffälligsten finde ich, dass mir früher Symmetrie gefiel und heute Asymmetrie.
Andreas Hurnis Artikel sind fundiert und anschaulich geschrieben. Und sie regen unglaublich an zum Nachdenken über die Wahrnehmung des Schönen.
Links:
Flickr-Gruppe the wabi-sabi aesthetic.
Wikipedia Wabi-Sabi.
19. Oct 2008 . Kategorie: Fotografie. Tags: ästhetik, flickr, Fotografie, lo-fi, wahrnehmung, zen.
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Mit diesem Bild habe ich teilgenommen am Fotowettbewerb der Genossenschaft Kalkbreite.
Die Jury hat einen ersten Preis und drei zweite Preise vergeben. Und mein Bild gewinnt einen dieser zweiten Preise.
Im Jurybericht heisst es zum Bild «Back Door Kalkbreite»:
Das Bild spricht den Betrachtenden emotional an. Es fängt die besondere Atmosphäre des Areals bei Nacht ein: eine unbestimmte Unheimlichkeit.
Die Gewinnerfotos und 12 weitere Bilder werden am «Tag der offenen Tür» im Restaurant Rosengarten gezeigt. Die Fotoausstellung ist offen am Samstag, 25. Oktober, von 14-24 Uhr sowie am Sonntag, 26. Oktober von 12-16 Uhr.
Am Samstag um 15 Uhr ist die Preisverleihung, bei der ich anwesend sein werde. Da werde ich wohl schon etwas nervös sein. Denn immerhin wird ein Bild öffentlich ausgestellt sein und mein Name wird genannt werden.
Ich freue mich über diese Ehre und bin gespannt auf die Erfahrungen, die ich dadurch machen werde.
06. Oct 2008 . Kategorie: Fotografie. Tags: ausstellung, Fotografie, preis, wettbewerb, zürich.
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An die leeren Wände in unserem neuen Zuhause möchte ich gerne eine meiner Fotografien oder eine Serie aufhängen. Doch welches oder welche Bilder lasse ich zu diesem Zweck ausdrucken? Die Fotoauswahl fällt mir nicht leicht.
Um überhaupt einmal einen physischen Eindruck von ein paar von meinen Bildern zu bekommen, habe ich mir postkartengrosse Ausdrucke machen lassen. Das ist ja ein viel diskutierter Mangel der digitalen Fotografie: wir begnügen uns viel zu oft mit den Resultaten am Computerbildschirm – die Fotografie als Papierbild kommt meist zu kurz.
Meine Postkartenauswahl habe ich relativ unbedacht zusammengestellt. Ein Bekannter, dem ich die Bilder zeigte, sortierte spontan die Bilder so, dass sie für ihn zusammen passten. Er sagte weiter, er könnte leicht aus meinen Bildern Gruppen erstellen. Das würde mir helfen, eine Auswahl für die Bilder an der Wand oder auch für ein Buchprojekt zu finden, dachte ich mir. Und ich machte mir daraus eine Aufgabe.
Die Aufgabe an mich:
Was mir dann auffiel war, dass ich auf diese Weise 12er-Sets von guten Einzelbildern bekomme. Daneben habe ich auch noch Serien, die für sich schon eine Gruppe sind.
So bin ich schliesslich als Zwischenergebnis auf zwei Kollektionen auf Flickr gekommen:
Sowohl die Sets wie auch die Kollektionen verändern sich weiterhin laufend.
Diese Gruppierung hat für mich doch etwas Ordnung in meine Fotosammlung gebracht. Und ich bin vielleicht einen Schritt weiter gekommen, um mit der Zeit ein «Body of Work», wie es auf Englisch so schön heisst, zu benennen, von dem ich dann Postkarten, Bilder oder ein Buch anfertigen könnte. Auch werden diese Einheiten dann wahrscheinlich die Struktur meines Web-Portfolios bestimmen.
29. Sep 2008 . Kategorie: Fotografie. Tags: auswahl, flickr, Fotografie, selbstgemacht.
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In meiner Berufslehre als Reproduktionsfotograf habe ich Aufnahmen gemacht mit einer Kamera, die zwei Räume füllte. Im hellen Raum war der Vorlagenhalter mit zwei hellen Xenon-Lampen zur gleichmässigen Ausleuchtung. Ein Spiegelsystem und Linsen leiteten das Licht durch den Kamerabalg in den dunklen Raum.
Ich selber betrat den dunklen Raum meist durch eine Lichtschleuse. Die Rückwand der Kamera bestand aus einer hochklappbaren Mattscheibe und einer Filmplatte. Ich drehte an Einstellrädern und schob so die Rückwand nach hinten und nach vorn, bis ich auf der Mattscheibe die genaue Abbildungsgrösse und Schärfe eingestellt hatte. Auf der Filmplatte mit Ansauglöchern legte ich Film in Einzelblättern bis zu einem Format von 50×60 Zentimeter auf. Dann schloss ich die Rückwand und drückte den Belichtungsknopf.
Die Belichtung kontrollierte ich mittels eines Graustufenkeils, den ich mitfotografierte und entwickelte.
Wir hatten eine Entwicklungsmaschine, in die ich die Filme schob. Im hellen Raum kamen sie getrocknet heraus. Als Lehrling musste ich die Chemikalien für die Maschine anmischen und die Bäder und die Racks mit den Walzen reinigen.
Und ich entwickelte Filme in der Schale, bei ständiger Schwenkbewegung unter rotem Licht und dem Ticken der Junghans-Uhr. Manchmal gab es im dunklen Raum gar kein Licht, dann wenn ich mit panchromatischem Material arbeiten musste.
Die Erfahrungen aus der Dunkelkammer gehören in meinen persönlichen Lebensrucksack. Wenn ich mich heute mit Fotografie beschäftige, kann ich in vielen Dingen an den früheren Zeiten anknüpfen. Ich sehe das als einen grossen Wert an.
Den Beruf des Reproduktionsfotografen gibt es nicht mehr. Kurz nach meinem Lehrabschluss krempelte der Wandel zur digitalen Bildverarbeitung die Druckindustrie um. Heute macht der Polygraf eine verwandte Arbeit.
Die abgebildete Seite ist aus dem Buch «Papier Satz Reproduktion Druck Ausrüsten», Einführung in das Arbeitsgebiet der grafischen Industrie von Karl Militschka. 1980.
14. Sep 2008 . Kategorie: Leben. Tags: arbeit, buch, Fotografie, labor, Leben.
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Mit diesem Beitrag nehme ich teil an Brian Auers Projekt The $50 Film Camera. Deshalb versuche ich, den folgenden Bericht über meine “Reporter” Boxkamera auf englisch zu schreiben.
It is a German-made box camera, I guess from the 1950s or earlier. It’s hard to find any specifications online on the camera except this auction page with a very similar camera that suggests that the manufacturer is Lindar.
The “Reporter” is a twin-lens camera. The main lens is a fix-focus 80 mm focal length lens with an f9.5 opening. The camera takes 120 roll film and exposes 6×6 cm square format frames.
The upper lens is for the viewfinder on the top of the box. It is a Brillant finder which makes it somewhat difficult to frame the shot.
Having a fix-focus, one fix f-stop and two time settings (approximately 1/60s and a bulb setting) the “Reporter” doesn’t offer much to play with, except a built-in yellow filter that is good for increasing the contrast in black and white images.
Nevertheless, taking the time to carefully frame the image is what fascinates me the most about this camera. The low-angle that is characteristic for twin-lens cameras gives some intimacy with the subject. I am usually very concentrated and totally tensed before I release the shutter.
The rather long focal length gives a close crop to the subject. The deep depth-of-field allows for images with many details. If I want to have some parts out of focus, I have to bring them closer to the foreground. The overall sharpness of the photographs is surprisingly good, I think.
Exposure works fine in sunny weather with ISO 100 speed film and the available camera settings. Using the bulb setting, all the images turned out overexposed (and thus blurred) so far.
I bought the camera on a flea market in Zurich for CHF 30 (27 US$). Without cleaning, I ran the first roll through it. Later, I opened the box and took it apart for a good cleaning. The condition of all the parts seems to be fine. It’s fascinating to see the mechanics work together to capture photographs after so many years.
All the pictures that I take with the “Reporter” box camera are in this set on Flickr. I use other vintage cameras, most of them for 6×6 medium format film, too.
And here are the 12 frames of my latest roll:
The order of the photos here is not the order of the frames on the film. I arranged them for the purpose of presentation.

This is my favorite shot of the roll. As with many other shots in this roll, I’ve experimented with a foreground that is out of focus. Here, the impression of depth works well, I think, and the light is right.

Again, an out of focus foreground.

This object was obviously a bit too close for the fix-focus lens.

Extreme out of focus foreground. Yet, the farther parts give the picture some depth.

Quite low morning light. Makes for interesting shadows.

An unintended double exposure. This may also be a feature of the camera, if used on purpose. The “Reporter” has no mechanism that prevents from exposing the same frame twice..

Indoor shot, very low light for ISO100 and the standard shutter speed of this camera.

For this shot, I turned the camera upside-down and looked through the viewfinder above my head. In Bulb mode, approx. 1 second, handheld.

Yellow filter hasn’t much of an effect on these clouds. I should have waited for clearer sky, to get a more intense effect.

I like this one too. Early morning.
That’s it. It’s fun to be part of Brian’s project. Please leave a comment, if you have something to add.
[Update] Here are all the 80 Film Cameras that participated in Brian’s project. My vote goes to #42, the review of a Chajka II.
If you want to read more of my blog posts in English, try browsing the site using the Google translation:
05. Sep 2008 . Kategorie: Fotografie. Tags: camera, english, Fotografie, kamera, projekt, vintage camera.
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Im Podcast PhotoNetCast #10 – It’s all about Books geben die Gastgeber Buchempfehlungen ab. Ich möchte zu dieser Gelegenheit auch einen Tipp abgeben für ein kleines, rares und wertvolles Fotografiebuch:

Hans Finsler. Mein Weg zur Fotografie (Link auf Google Buchsuche)
Hans Finsler stellt drei Fragen und gibt anhand von 30 Aufnahmen Antworten zur Fotografie. Die Fragen sind:
Typisch sind die Aufnahmen von Eiern. Sie dienen erst einmal einfach zur Darstellung von Positiv und Negativ (Weiss und Schwarz) als eine der Eigenschaften der Fotografie. Andere Eigenschaften die veranschaulicht werden sind «fixierte Bewegung», «Richtungslosigkeit», «Ausschnitt aus Raum und Zeit», «Überschneidung», «Schärfe und Unschärfe», «Kontrast» und «Erkennbarkeit». Ein Blick auf die Beispielfotos zu diesen Eigenschaften lässt erkennen, mit welchen Mitteln wir im Medium Fotografie arbeiten. Die Erkenntnisse sind so simpel wie «Die Beeinflussung der Kontraste gehört zum Wesen der Fotografie».
Wenn es in den hinteren Teilen des Buchs um die «Dinge» geht, wird klar, dass die Fotografie viele Möglichkeiten hat, die Wirklichkeit zu verändern.
Das schmale Buch ist für mich wertvoll, weil es in äusserst knapper Form eine Sammlung von zeitlosen Merksätzen zur Fotografie enthält. Es treibt mich an, die Möglichkeiten der Fotografie bewusst auszuloten, auf Materialien, Ausschnitt und Komposition Wert zu legen.
Hans Finsler wurde 1891 geboren. Er ist Schweizer und studierte in Deutschland Architektur. 1932 kam er nach Zürich und baute eine Fotoklasse an der Kunstgewerbeschule auf. Das Buch «Mein Weg zur Fotografie» erschien erstmals 1971, ich besitze eine Neuauflage von 1991 aus dem Pendo-Verlag. Das Buch ist offenbar vergriffen. Ich habe es im Shop des Museum für Gestaltung gefunden. Das Buch ist zweisprachig mit deutschem und englischem Text (My Way to Photography
).
24. Aug 2008 . Kategorie: Fotografie. Tags: buch, finsler, Fotografie, podcast.
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Bald ziehen wir um in ein Reihenhaus mit Garten. Auf dem Dachstock werde ich mein Zimmer bekommen. Durch ein Fenster werde ich einen Blick bis zu den Bergen haben.
Die Vorfreude auf das neue Zuhause nährt auch meine Fotoideen. Ich stelle mir vor, dass ich die neue Umgebung gerne mit der Kamera erkunden werde. Inspiration habe ich in ein paar Quellen schon gefunden:
There Is No Paradisezeigt er den Garten seiner Eltern. Es ist ein wilder und privater Ort. Zu sehen sind Menschen, Szenen, Landschaft und Gegenstände.
Im vorherigen Eintrag habe ich von Brooks Jensens Ansicht über das Universelle in Schwarzweissbildern geschrieben. Sudeks und Bratkovs Gärten sind nicht ihre spezifischen Gärten, sondern sie stehen für die Idee des Gartens jedes Menschen, weiter gedacht vielleicht sogar für den Garten Eden.
Auch mein Garten, mein Flur oder meine Möbel könnten zur Ausstattung von allgemeingültigen Bildern über die Häuslichkeit werden. Und vielleicht kann ich mir ja jetzt dann zehn Jahre oder mehr Zeit nehmen für dieses Projekt …
Aber zuerst heisst es jetzt noch Räumen und Zügeln.
[Update] Zu diesem neuen Langzeitprojekt habe ich auf Flickr ein Set eingerichtet.
08. Aug 2008 . Kategorie: Fotografie. Tags: flickr, Fotografie, inspiration, Leben, meister, schwarzweiss.
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Wirken Schwarzweissfotografien antiquiert? Ist Farbfotografie einfach logisch, weil das menschliche Auge Farbe sieht?
In Kommentaren auf meine Fotos auf Flickr habe ich es ein paarmal gehört: Farbfotos kommen offenbar besser an als Schwarzweiss. Und auch in der GAF-Klasse diskutierten wir Schwarzweiss vs. Farbe.
In den vergangenen Wochen sind mir verschiedene Aussagen zur Schwarzweissfotografie begegnet. Und ich habe mir meine eigenen Gedanken dazu gemacht, warum ich Schwarzweiss gerne mag.
Erst wenn ein Bild ganz ausdrücklich nur mit Tonwerten gestaltet wird, wenn es um Flächen und Linien in Schattierungen geht und die Farbe nichts beiträgt, sondern behindern würde, soll der Fotograf sie ausblenden.
Die Farbe ist also ein Gestaltungselement neben Linien, Formen und Strukturen. Sie sollte bewusst ins Bild gesetzt werden. Hier sehe ich die grosse Herausforderung, Farbe gekonnt einzusetzen in Form von Hintergrund/Vordergrund, Tönung und Lichteffekten. Gelingt dies nicht, blende ich die Farbe lieber aus – was den anderen grafischen Elementen mehr Gewicht gibt und ihre Wirkung verstärkt.
Das fotografische Bild ist bildhaft, das heisst übertragen, beispielhaft, gewollt.
So gesehen macht es also keinen Unterschied, ob wir die Farbe weglassen oder sie aufnehmen.
Emotion finde ich nur im Schwarzweiß.
Hier wird eine weitere Qualität von Schwarzweissfotografieen angesprochen. Ganz subjektiv kann ich dieser Aussage zustimmen. Ich merke es oft beim Browsen durch meine abonnierten Flickr-Feeds: von den Schwarzweiss-Bildern geht etwas aus, das mich fasziniert – vielleicht sind es die Emotionen.
Ich finde deshalb: Schwarzweissbilder sind keineswegs veraltet. Sie sind eine der Ausdrucksmöglichkeiten im Medium der Fotografie. Die Herausforderung bleibt, Schwarzweissbilder zu gestalten, die so einfach funktionieren. Ich habe jetzt schon ein paar Fotoideen, für die ich auf Farben verzichten will.
02. Aug 2008 . Kategorie: Fotografie. Tags: Fotografie, gaf, podcast, schwarzweiss.
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Was du hier siehst, ist ein Web-Magazin auf Issuu.com, das ich mit meinen Fotos und Blogtexten gestaltet habe. Man kann darin blättern, wie in einem «Heftli».
Mich hat diese Art der Präsentation meiner Fotos angesprochen, und ich habe gleich drei unterschiedliche Issues
erstellt. Ich stelle mir vor, wie meine Fotografien in einem Magazin wirken könnten. Und ich gestalte kleine redaktionelle Arbeiten – Bild und Text kombiniert.
Was mir dabei auffällt: Blogtexte sind keine Magazintexte. Verweise durch Links und durch den Zeitpunkt, an dem ein Eintrag im Blog publiziert wurde, fallen im Magazin weg. Die Texte müssten für das Magazin ganz anders angegangen werden. Als Experiment genügten mir aber meine Blogtexte.
Auf Issuu kann man sein selbstgemachtes Magazin als PDF hochladen. Erstellt habe ich die Seiten in Apples Pages.
Issuu.com wir auch von «Blick am Abend» und anderen Schweizer Gratiszeitungen für ihre Webausgabe genutzt. Oder viele Kreative präsentieren ihre Portfolios von Design- und Fotoarbeiten. Darauf gekommen bin ich via den Artikel Two Great Ways to Publish Your Own Magazine
auf Photojojo.com.
21. Jul 2008 . Kategorie: Fotografie. Tags: bloggen, Fotografie, issuu, magazin, Medien, präsentation, schreiben, selbstgemacht.
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Ich wollte schon lange einmal eine Beschreibung eines meiner Bilder machen und ausdrücken, was mich zu diesem Bild bewog und wie es entstanden war. Heute versuche ich es einmal mit diesem Bild:
Die Beschreibung mache ich in der Form, wie ich sie im Buch «Eine andere Art zu erzählen» gesehen habe – als Antwort auf die Frage «Was sah der Fotograf?».
Ein Sonnendach, das Gartenbeete vor der Sonne schützt. Stoffbahnen, die an Stangen befestigt sind. Eine Stofflandschaft aus Tälern und Erhebungen; Stoff, der vom Regenwasser schwer ist. Schwarzer Schmutz, der in den roten Fasern hängt. Himmel, der zwischen den Maschen und Bahnen durchscheint. Ein Bild von Arbeit, Natur, Luft und Licht.
Ich besuchte am Sonntag das Zehendermätteli bei Bern mit seiner Gärtnerei. Die Beete mit dem roten Sonnenschutz fielen mir sofort ins Auge. Ich kroch unter das Tuch und suchte einen Bildwinkel. Ich wollte den Stoff möglichst grossflächig ins Bild bekommen. Damit das Bild aber nicht zu abstrakt würde, sollte auch gezeigt werden, wie das Tuch befestigt ist. Ich nahm diagonale Linien und eine rechtwinklige Stange als Fixpunkt ins Bild. Mir gefiel, dass das schmutzige Rot nicht dominiert. Die Farbe ist eher wie eine Grundtönung zu den dominierenden Linien und Strukturen des Stoffs. So passt die Fotografie für mich in meine «Transzendental»-Serie.
Und jetzt bin ich gespannt, was der Profi-Kritiker auf fokussiert.com zu diesem Foto zu sagen hat, denn dort habe ich es als Leserfoto eingereicht.
Den Link werde ich hier nachliefern, falls das Bild besprochen wird.
Update, 1. September 2008: Heute ist mein Bild in der Profikritik auf fokussiert.com. Vielen Dank für die tolle Kritik. Und, ja, Mittelformat 6×6 mache ich auch schon.
Update. Und übrigens: Bitte stimmt für das Bild auf JPG Magazine:
08. Jul 2008 . Kategorie: Fotografie. Tags: bildbeschreibung, Fotografie, gestaltung, selbstgemacht.
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Meinem letzten Film lag diese Karte des Fotolabors bei:
Auf der Karte sind die typischen Probleme mit Filmfotografie aufgeführt. Tipps sollen helfen, diese Fehler künftig zu vermeiden.
Da, wo das Kreuz gemacht wurde, heisst es im Text: «Die Aufnahmen sind verschleiert und zeigen Lichteinfall. Haben Sie Ihre Kamera geöffnet oder war die Patrone beschädigt?»
Es könnte auch eine Kamera sein, die nicht lichtdicht schliesst. Und genau dieser Effekt ist eine willkommene Eigenschaft von Billigkameras – auf englisch als Toy Cameras
bezeichnet.
In der Flickr-Gruppe Lightleaks gibt es die hellen Flecken zu sehen, die durch Lichteinfall auf den Film enstanden sind. Manchmal zerstören sie ein Bild, oft schmücken sie es.
Auch Farbveränderungen wegen abgelaufenem Film (Expired Film) und Doppelbelichtungen (Multiple Exposure) sind Effekte, die sich Filmliebhaber gelegentlich zu Nutze machen.
Der «Fotospezialist» würde bei solchen Aufnahmen zur Karte greifen und ein Kreuz machen.
26. Jun 2008 . Kategorie: Fotografie. Tags: film, flickr, fotogeschäft, Fotografie, labor, lo-fi, toycamera.
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Ich habe noch gar nicht von meinem Fotoerlebnis vom letzten Wochenende berichtet. Ich musste auch nicht, denn Roger M. Levy hat auf kultpavillon schon über unsere «virtuelle Begegnung in Kaufdorf» gebloggt.
Ich habe den Historischen Autofriedhof im bernischen Kaufdorf besucht. Die Kulisse ist einmalig. Viele Hobbyfotografen verbingen ihre Samstagnachmittage dort. Diesen Sommer bietet sich dazu die einmalige Gelegenheit während der Nationalen Kunstausstellung.
Wie von Roger erwähnt, war ich mit vier Kameras vor Ort (übrigens ein Vorteil, dass ich Kompaktkameras benutze). Wenn ich mit mehreren Kameras unterwegs bin, geht es am Schauplatz dann jeweils darum zu entscheiden, welche Kamera ich für welche Bilder einsetze.
Meine erste Runde machte ich mit der Polaroid-Kamera. Das quadratische Bildformat und der begrenzte Bildausschnitt (ich kann nicht sagen, welcher Brennweite umgerechnet auf Kleinbildformat das Objektiv entspricht) führten meinen Blick. Ich suchte Bilder, die diese Kamera einfangen könnte. Es sollten grosse Flächen mit klaren Linien als Begrenzung sein. Zu viele und zu nahe Details würden wohl schlecht erkennbar sein auf den meist blassen Sofortbildern.
Als zweite Kamera setzte ich meine 6×6-Mitelformatkamera mit Farbnegativfilm geladen ein. Sie würde wahrscheinlich mehr Farben wiedergeben. Und eine entferntere Aufnahmeposition erlauben. Mit dem ebenfalls quadratischen Bildformat suchte ich wiederum ähnliche Kompositionen wie mit der Polaroid. (Die Bilder habe ich noch nicht gesehen, Film ist noch im Labor.)
Ganz andere Bilder machten dann die Kleinbildkamera mit Schwarzweissfilm und die Digitalkamera. Die bessere Optik erlaubt einerseits Nachaufnahmen mit vielen Datails und andererseits weitere Bildausschnitte mit einbezogener Umgebung. Im rechteckigen Bildformat lassen sich andere Kompositionen unterbringen als im Quadrat. Und die genaue Belichtungsmessung ergibt auch in schwierigen Lichtverhältnissen brauchbare Resultate.
Gehe ich heute durch meine digitalen Bilder auf der Festplatte, sind es vielleicht wenige Detailaufnahmen, die für mich nun den Unterschied machen. Ich glaube zwar sogar, dass keine von ihnen ins Set bei Flickr kommen wird.
Je nach Eigenschaften von Optik, Aufnahmematerial und Technik eignen sich Kameras für unterschiedliche Fotos. Mir gefällt die Herausforderung, solche Bilder zu finden, die auf die Stärken und Schwächen der Kameras Rücksicht nehmen. Oder umgekehrt, die Kamera einzusetzen, die für die beabsichtigte Gestaltung die treffendsten Eigenschaften hat.
Das erinnert mich an die Aussage Brooks Jensens im Lenswork Podcast LW0437 (MP3). Er zählt auf, welche Kameras er in seiner Karriere benutzte und folgert, dass Fotografen mit der Ausrüstung arbeiten, die die Bilder macht, die sie sich vorstellen. Das sei ein ständiger Wechsel im Verlauf einer fotografischen Karriere.
So bin ich wohl auch ein fotografischer Slider, der zwischen Kameras wechselt für die Bilder, die ich machen will.
19. Jun 2008 . Kategorie: Fotografie. Tags: film, Fotografie, kamera, mittelformat, podcast, polaroid.
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Heute lasse ich es bei dieser Frage meiner Tochter. Was soll man denn da als Antwort geben?
13. Jun 2008 . Kategorie: Fotografie. Tags: bewegung, Fotografie, kinder.
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