Im iPhone-Fotorausch

So gesehen. - View my 'iPhone Photography' set on Flickriver
Mein iPhone Set auf Flickr.

Man kann vom iPhone halten, was man will. Und lange stieg ich nicht auf die Euphorie ein. Doch das Fotografieren mit einer der vielen Foto-Apps macht wirklich Spass.

Dabei habe ich bis jetzt nur kostenlose Foto-Apps herunter geladen. Meine liebsten zwei sind:

Neue Blogs, die auf meinem Rader aufgetaucht sind mit immer neuen iPhone-Foto-Apps:

Inspiriert zur iPhone-Fotografie hat mich übrigens das Tumble-Blog (u)niqueness von Dominique Jost und auch die iPhone-Fotos von Christian Bobst und John Wilhelm, die an der photo09 zu sehen waren.

Es ist so richtig billige Toycamera-Fotografie, die man mit dem iPhone betreiben kann. Gegenüber dem Arbeiten mit Film ganz einfach mit dem Vorteil, dass man unendlich viele Fotos mit sofortigem Resultat und ohne Kosten fotografieren kann. Ich bin am Wochenende fast ein bisschen in einen Rausch gekommen.

25. Jan 2010 . Kategorie: Fotografie. Tags: , , , , , .
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Mein Fotojahr 2009

Ja, es ist höchste Zeit für den Jahresrückblick hier in meinem Blog auf das, was bei mir in Sachen Fotografie gelaufen ist. Legen wir gleich los mit den wichtigsten Ereignissen und versuchen dann zum Schluss eine Einordnung.

Auf Flickr hochgeladen habe ich im 2009 225 Bilder (Vorjahr: 337). Besonders in der dunklen Jahreszeit komme ich wenig zum Fotografieren.

Rückblickend kann ich sagen: Die Ausstellungszeit war intensiv und ich nahm meine Fotografie in dieser Zeit sehr ernst. Ab Mitte Jahr suchte ich wieder vermehrt das Spielerische in meinem Hobby. Ich habe das Gefühl, dass sich mein Portfolio allmählich weiter entwickelt. Und die Arbeitsweise in Projekten, wie sie im Jahr 2009 in vielen Online-Publikationen thematisiert wurde, werde ich wohl auch weiter verfolgen.

Bis dahin wünsche ich euch Leserinnen und Lesern einen kraftvollen und kreativen Start ins neue Jahr. Die Zahl 2010 scheint mir verheissungsvoll.

[Update] Auch so, noch ein paar Worte zu meinen Neujahrsvorsätzen in fotografischer Hinsicht:

  1. Ich möchte möglichst bald Schwarzweissfilme selber entwickeln.
  2. Ich möchte angefangene Ideen/Projekte zu einem Abschluss bringen mit greifbarem Resultat, also Prints oder Einreichung für ein Magazin o.ä.
  3. Ich möchte eine Video-Projekt verwirklichen, bescheiden aber bewegt …
31. Dez 2009 . Kategorie: Fotografie. Tags: , , .
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Golden Half: Spielerisches Halbformat

leaves | bunch of leaves
Mehr Bilder im Set auf Flickr

Hier im Blog habe ich am 30. Januar 2009 in «Fotopaare: Wenn Einzelbilder Schwächen haben» bereits mit Bewunderung auf Doppelbilder aus Halbformat-Kameras hingewiesen. Jetzt besitze ich selber die japanische Toycamera Golden Half und kann auch solche Bilder machen.

Golden Half

Die Golden Half ist sehr klein und aus Plastik, trotzdem ist sie solide gefertigt und gut zu handhaben. Das «Half» im Namen bezieht sich auf das Halbformat: Die Kamera belichtet Negative, die halb so gross sind wie normale Negative auf einem 35mm-Kleinbild-Film. So haben auf einem 24er-Film 48 Bilder Platz. Sieht man gerade durch den Sucher, gestaltet man ein Bild im Hochformat. Für ein Querformat-Foto muss man die Kamera drehen.

Manche Fotolabor-Services verarbeiten den Filmstreifen standardmässig im normalen Kleinbildformat und so kommen immer zwei nebeneinanderliegende Fotos zusammen auf ein Bild (es gibt offenbar auch andere, die jedes Foto einzeln erfassen). Und tatsächlich erhielt ich meine Fotos vom ersten Film als kleine Doppelbilder (in Anlehnung an zweiteilige Altarbilder oft auch als Ditychon (Wikipedia-Link) bezeichnet).

Mit der Absicht, die typischen Doppelbilder zu machen, nahm ich mir vor, von jedem Motiv zwei Bilder zu belichten. Oder in der Nähe liegende oder inhaltlich ähnliche Motive zu finden. Eine ganz neue Herausforderung für das Sehen war das.

Wenn die Zweier-Folge einmal nicht mehr stimmt, kommen die Doppelbilder vom Labor natürlich in falschen Paarungen. Das ist aber kein Problem, wenn der Heimscanner zum Einsatz kommt: da kann beliebig gescannt werden. Pech hat man allerdings, wenn das Labor den Filmstreifen genau zwischen zwei zusammengehörenden Fotos schneidet.

Erweitert werden die Möglichkeiten, wenn drei oder mehr Einzelfotos zusammen als ein Bild gescannt werden. So entstehen abenteuerliche Panoramaansichten mit mehr oder weniger gewolltem Ungenauigkeitsfaktor (Beispiel: Auto in drei Bildern).

Mein Versuch eines Dreier-Panoramas führte mich dann zur Erkenntnis: Panoramas von rechts nach links fotografieren.
Learning: For a panorama shoot from right to left
Hier ist das Bild nicht zusammenhängend, da ich von links nach rechts fotografierte. Denn so wie in der Golden Half der Film eingelegt und transportiert wird, kommt das erste Bild einer Sequenz ganz rechts zu liegen und die weiteren Bilder schliessen links an.

Diese Eigenschaft der Kamera muss ich auch berücksichtigen, wenn ich einem Doppelbild eine narrative Abfolge zeigen wollte. Da wir Bildergeschichten ja gewöhnlich von links nach rechts lesen, müsste ich das letzte Bild als erstes fotografieren.

Die Ausstattung der Kamera ist simpel: Ein Fixfokus-Objektiv, feste Belichtungszeit (1/100), zwei Blendenstufen für sonniges und bewölktes Wetter, eine Blitzeinstellung und ein Blitzschuh und ein Stativgewinde.

Mit oder ohne Geschichte, als Einzel- oder Mehrfachfotos – die Golden Half ist eine schicke kleine Kamera, mit der es leicht fällt, unbeschwert zu fotografieren. Die Resultate meines ersten Film bereiten mir jedenfalls Freude.

Links:

22. Nov 2009 . Kategorie: Fotografie. Tags: , , , , , .
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Herbstferienprojekt war eine Wald-Serie

In meinen Herbstferien im Oktober habe ich Wald fotografiert. Gerade passend erschien am 2. Oktober im «Magazin» die Titelgeschichte von Max Küng Der Herbstzeitlose. Die Geschichte von einem der auszog, um die Bäume lieben zu lernen.
Und in einem Buch über Zen las ich das Zitat:

Eine alte Föhre predigt Weisheit, und
Ein wilder Vogel schreit die Wahrheit aus.

Ich fotografierte im Prättigau und am Üetliberg Bäume und Wald.
Dabei herausgekommen ist die Serie «Im Wald».

Als Ferienprojekt soweit abgeschlossen. Das Thema eigentlich ein Klassiker. Deshalb wächst die Serie wahrscheinlich in Zukunft noch weiter.

15. Nov 2009 . Kategorie: Fotografie. Tags: , , , , .
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Foto-Nahausflüge zu Baudenkmälern

Vor einigen Wochen kam mir das Buch «Siedlungs- und Baudenkmäler im Kanton Zürich. Ein kulturgeschichtlicher Wegweiser» (1993) in die Hände. Der Titel lässt schon vermuten, dass der Band für mich zum Fundus für zahlreiche Fotogelegenheiten werden würde.

Mehr als Tausend kommentierte Abbildungen geben Auskunft über noch erhaltene Architektur, Dorfbilder und Landschaften. Im Buch zu stöbern ist eine abwechslungsreiche Entdeckungsreise. Und tatsächlich habe ich schon viel gelernt über einige Gebäude, die ich bereits fotografiert hatte.

Diese ehemaligen Tuchfabrik in Wädenswil zum Beispiel …
Wädenswil
… ist ein Frühwerk von Robert Maillart.

Ein Maillart-Werk in Zürich, über das ich im Buch las, ist …
Musikpavillon
… das Musikpavillon bei der Sportanlage Sihlhölzli, das er zusammen mit Stadtbaumeister Hermann Herter erbaute.
Von Robert Maillart ist auch die Salginatobelbrücke bei Schiers im Kanton Graubünden, die ich im Mai fotografierte.

Auch eine Entdeckung aus dem Baudenkmäler-Buch ist …
Railroad Bridge Ossingen
… die Eisenbahnbrücke über die Thur bei Ossingen von 1875.

Weiter zurück in der Geschichte ging es bei meinem Ausflug nach Gfenn bei Dübendorf.
Lazariterkirche, Gfenn
Dort steht die Lazariterkirche aus dem 13. Jahrhundert.

Auf den Spuren von Robert Maillart, Hermann Herter und auch Otto Rudolf Salvisberg gibt es im Kanton Zürich noch viele Brücken, Industrie-, Kultur- oder Wohnbauten zu entdecken und fotografieren. Tausend Ideen finden sich noch in diesem Buch.

26. Okt 2009 . Kategorie: Fotografie. Tags: , , , .
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Unermüdliches Sehen

hut (diptych)

Anfang August ging ich auf einen zweitägigen Ausflug auf den Gotthardpass. Jetzt, da alle meine Fotos, die ich dort aufgenommen habe, entwickelt, bearbeitet und auf Flickr erschienen sind, möchte ich drei persönliche Beobachtungen dazu festhalten.

  • Auf seltene Art selbstvergessen absichtslos und zugleich unermüdlich wanderte ich auf dem Gotthardpass herum. Völlig planlos gelangte ich so an schöne Plätze, die mir immer gute Fotomöglichkeiten boten. Ich empfand das als heilsam und nahm es als Geschenk an.
  • Betrachte ich die Motive, die mich interessieren, so sehe ich nach wie vor eine starke Beeinflussung durch das Werk «What you see» von Luciano Rigolini. Staumauer, Strommasten, Häuschen, Zäune.
  • Mit der geliehenen Hasselblad 500C/M konnte ich mich nicht wirklich anfreunden. Das liegt nicht allein am Lichteinfall. Zwar wäre ich wohl schon bereit, mich auf die langsamere Art des Fotografierens, die sie fordert, einzustellen. Ihr Gewicht und ihre Grösse sind mir jedoch meist doch zu umständlich. Auch müsste ich mir noch mehr Zeit geben, um den Umgang mit ihr einzuüben: Schärfe genau setzen, Schärfentiefe gekonnt einsetzen, perfekte Kompositionen einstellen. Dafür habe ich offenbar zur Zeit nicht die Muse. Ende September werde ich die Hassi zurückgeben.
    Stattdessen fasziniert mich einmal mehr die Lo-Fi-Qualität meiner Lochkamera-Bilder.
22. Aug 2009 . Kategorie: Fotografie. Tags: , , , .
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Beobachtungen auf dem Filmset

Letzte Woche hatte ich die Gelegenheit, eine Film-Crew zwei Tage lang zu begleiten – auf dem Recce und am Drehtag. Dabei habe ich viele Beobachtungen gemacht, wie beim Film gearbeitet wird. Hier ein paar meiner Eindrücke:

  • Auf dem Recce arbeitet der Director of Photography mit einer Canon 5D Mark II und macht Aufnahmen, die am Drehtag dann als Referenzbilder für die Kameraeinstellungen dienen.
  • Es wird fast immer nach Elementen gesucht, die unscharf im Vordergrund stehen, um so dem Bild Tiefenwirkung zu verleihen. Wenn sich kein Gegenstand in der Umgebung findet, wird extra etwas vor der Kamera platziert, sogar ein einzelnes Haar kann dienlich sein, um Unschärfe herzuzaubern.
  • Der Kameraassistent misst die Entfernung fürs Scharfstellen mit einem Laser-Distanzmesser (Marke HILTI) oder gar einem Messband. Auf den Autofocus verlässt man sich nicht.
  • Es wird viel mit Filtern gearbeitet – zur Steuerung der Lichtintensität sowie -Farbe. Ob oder wie ein Weissabgleich gemacht wird, konnte ich nicht beobachten.
  • Die Bewegung als Gestaltungselement wird oft auf mehrere Arten gleichzeitig eingesetzt: Kameraschwenke oder -fahrten, Aktion der Hauptperson im Bild, zusätzliche Bewegungen durch Aktionen von Statisten im Vorder- oder Hintergrund.
  • Bänder und Akkus wechseln und frischen Nachschub bereit halten ist auch beim Film eine ständige Sorge.

Dieser Filmdreh war für mich eine lehrreiche Erfahrung und hat Spass gemacht.

15. Aug 2009 . Kategorie: Fotografie. Tags: , , .
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