Meine Organisation mit «Getting Things Done» musste sich in einem arbeitsreichen Januar im Alltag bewähren. Da meine Sicht auf GTD auf meinen Wiki-Seiten schon auf einiges Interesse gestossen ist, will ich hier weitere Erfahrungen zusammenfassen.
Aus zwei Minuten zehn gemacht
Laut GTD sollten Dinge, die in zwei Minuten erledigt sind, sofort gemacht werden. David Allen räumt jedoch ein, dass die zwei Minuten auch ausgedeht werden dürfen. Ich fand heraus, dass ich in hektischen Zeiten mit vielen aufeinanderfolgenden Arbeiten auch Dinge gleich erledigte, die fünf bis zeh Minuten dauerten. Das funktionierte. Ich habe so eines nach dem anderen abschliessen können. Ich konnte mich oben auf der Welle halten, und als der Sturm vorüber war machte ich mit den Dingen auf meinen Listen weiter.
Je nach Energie die Dinge tun
David Allen rät im Vier-Kriterien-Modell zur Auswahl der zu erledigenden Dinge, sich nach der verfügbaren Energie zu richten. Auch wenn die Formkurve nach unten zeigt, gibt es auf den Listen Arbeiten zum Auswählen. Auch wenn ich den Zug verpasse, ist das nicht verlorene Zeit. Weil GTD nicht «Zeitmanagement» ist. GTD macht es möglich, in jeder Situation eine passende Arbeit zu wählen.
Wichtig im Büro, vernachlässigt zu Hause
Im Büro führe ich die Listen ziemlich regelmässig. Sie sind für meine Arbeit eine wichtige Stütze geworden. Auch das Konzept der «natürlichen Projektplanung» hilft mir, mehr Klarheit in Sitzungen und Abläufe zu bringen.
Für die privaten Angelegenheiten habe ich mich nicht sehr auf GTD gestützt.
Listen am PC, Notizen überall
(Antwort auf leus Kommentar) Tatsächlich führe ich die GTD-Listen in elektronischer Form auf dem Computer. Unterwegs, an Meetings oder am Telefon schreibe ich Notizen auf Papier. Das Material lege ich dann in die Projekt-Mäppchen. Die Listen auf Papier wären mir, glaube ich, in der Handhabung zu wenig flexibel.
Geschrieben am 11. Feb 2006. Kategorie: Leben. Tags: arbeit, gtd, organisation. 1,714 Mal angesehen.
13.02.2006 um 23:14
Hat mal einer behauptet, dass die kritische Phase eines neuen wiederkehrenden Ablaufes nach 21 Tagen abgelaufen ist. Also wenn du deine GTD-Übung nun schon 40 Tage drin hast, muss dir das neue nun schon so vertraut sein, dass es kein zurück, sprich Ende, mehr gibt. Gratuliere!
20.05.2006 um 23:17
Ich schließe mich den Glückwünschen an, sofern Du immer noch tapfer durchhälst.
Es gibt seit heute ein deutschsprachiges GTD-Forum unter http://www.meyer-bernau.de
19.10.2006 um 22:08
Getting Things Done – Löcher stopfen…
Sobald an der einen oder anderen Stelle im System ein Loch entsteht, verliert die Methode «Getting Things Done» seine Kraft. Doch einen Weg zurück zur «stressfreien Produktivität» gibt es. Er heisst: Löscher stopfen.
Ich muss zugeben: Erst diese…
14.12.2006 um 12:14
[...] 40 Tage Getting Things Done von Stefan Bucher [...]