In der Arbeit «What you see» beschreibt Luciano Rigolini eine «visuelle Grammatik» (Nachwort zum Buch, Fotostiftung Schweiz). Ich habe die Bilder im Buch und in der Ausstellung angeschaut und es ist, als lernte ich eine Sprache – das Formenvokabular der Fotografie.
Die auffälligsten Elemente der fotografischen Formensprache möchte ich hier beschreiben, so wie ich sie wahrnehme. Es sind grafische Gestaltungsmuster, die in Rigolinis Arbeit äusserst konsequent angewendet werden.
Und jetzt noch gewissermassen zur Syntax, wie die Elemente angewendet und zusammengesetzt werden (vieles davon oben schon angesprochen):
Um mich mit diesen Formen weiter vertraut zu machen, habe ich einen Ausdruck meines Blatts «20 Kompositionen» gemacht. Es hilft, die Formen nachzuzeichnen, ein Rigolini-Bild so noch genauer zu analysieren oder auch ein eigenes Bild auf die Formensprache zu überprüfen.
Irgendwie passend und ermutigend, die Fotografie poetisch als Sprache einzusetzen, fand ich im Magnum Blog in einem Zitat von David Alan Harvey:
Photography is now clearly a language. As with any language, knowing how to spell and write a gramatically correct “sentence” is , of course, necessary. But, more importantly, today’s emerging photographers now must be “visual wordsmiths” with either a clear didactic or an esoteric imperitive. Be a poet, not a technical “writer”.
So verändert sich mein Sehen und vielleicht auch mein Ausdruck in meinen Fotos. Die Botschaft wird dann immer deutlicher.
Geschrieben am 24. Nov 2008. Kategorie: Fotografie. Tags: ausstellung, buch, Fotografie, fotostiftung, gestaltung, inspiration. 1,057 Mal angesehen.
22.03.2009 um 20:33
[...] hilfreich. Inspiration fand ich bei Luciano Rigolini – wie aus der Lektüre dieses Blogs ja schon bekannt sein [...]
22.08.2009 um 20:40
[...] Motive, die mich interessieren, so sehe ich nach wie vor eine starke Beeinflussung durch das Werk «What you see» von Luciano Rigolini. Staumauer, Strommasten, Häuschen, [...]